BioNTech Aktie: Berenberg senkt Kursziel auf 140 Dollar
BioNTech treibt den teuren Wandel zum Onkologie-Konzern voran. Analysten senken Kursziele, während das Management auf Sparkurs geht und Milliarden in die Forschung steckt.
Kurz zusammengefasst
- Kurszielsenkung durch Berenberg
- Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm
- Schließung von Standorten in Singapur und Deutschland
- Erwartung wichtiger Krebsstudien im zweiten Halbjahr
Die Kassen sind prall gefüllt, die laufenden Verluste hoch. Bei BioNTech vollzieht sich ein teurer Umbau vom Impfstoff-Pionier zum Onkologie-Konzern. Analysten passen nun ihre Modelle an diese neue Realität an.
Milliarden-Rückkauf und neue Kursziele
Die Investmentbank Berenberg hält an ihrer Kaufempfehlung fest. Die Experten senkten am Dienstag das Kursziel von 155 auf 140 US-Dollar. Sie verwiesen darauf, dass der aktuelle Börsenwert die umfangreiche Krebs-Pipeline des Unternehmens massiv unterbewerte. Auch Wells Fargo peilt mittlerweile diese Marke an.
Um die Bewertung zu stützen, hat das Management in der Vorwoche ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Bis Mai 2027 will das Mainzer Unternehmen eigene Papiere vom Markt nehmen. An der Börse reagieren Investoren bisher abwartend. Die Aktie pendelt aktuell um die Marke von 79 Euro und notiert damit gut vier Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
Harte Einschnitte für die Forschung
Der finanzielle Druck dieser Übergangsphase zeigte sich deutlich in den jüngsten Quartalszahlen. Bei einem Umsatz von rund 118 Millionen Euro verzeichnete BioNTech einen Nettoverlust von gut 530 Millionen Euro.
Das Management reagiert mit einem strikten Sparkurs. Standorte in Singapur und Deutschland, darunter das von CureVac übernommene Werk in Tübingen, werden geschlossen. Diese Einschnitte sollen bis 2029 jährliche Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich bringen. Das freigewordene Kapital fließt direkt in die klinische Forschung.
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Finanziell steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Ende März lagen die liquiden Mittel bei knapp 17 Milliarden Euro. Dieses Polster finanziert ein aggressives Entwicklungsprogramm mit 15 laufenden oder geplanten Phase-3-Studien bis zum Jahresende.
Wichtige Studiendaten im zweiten Halbjahr
Für das zweite Halbjahr erwartet der Vorstand eine Reihe wichtiger klinischer Daten. Im Fokus stehen dabei zwei Schlüsselkandidaten aus der Onkologie:
- Pumitamig: Der Wirkstoff wird in fünf neuen Zulassungsstudien getestet, unter anderem gegen Brust- und Lungenkrebs.
- Gotistobart: Für den gemeinsam mit OncoC4 entwickelten Kandidaten stehen im Jahresverlauf erste Phase-3-Ergebnisse an.
Das laufende Geschäftsjahr bleibt stark vom saisonalen Impfstoffgeschäft geprägt. Das Management kalkuliert für 2026 mit Erlösen zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro. Der eigentliche Meilenstein steht jedoch abseits der Finanzen im Kalender: Noch in diesem Jahr will BioNTech die erste Zulassung für ein eigenes Krebsmedikament erreichen.
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