BioNTech steht vor einem strategischen Meilenstein: Die Übernahme des Konkurrenten CureVac geht in die finale Phase. Gleichzeitig liefert die Krebs-Pipeline konkrete Ergebnisse – und Analysten sehen massives Kurspotenzial. Was treibt die Bewertung?
CureVac-Übernahme kurz vor Abschluss
Der Mainzer Biotechkonzern hat bis Ende Dezember 2025 bereits 86,75 Prozent der CureVac-Anteile gesichert. Im Januar 2026 soll nun der sogenannte Squeeze-out erfolgen – die Zwangsübernahme der verbleibenden Minderheitsaktionäre. Damit verschwindet der ehemalige Wettbewerber endgültig von der Börse.
Für BioNTech bedeutet das:
- Zugriff auf erweiterte mRNA-Patente
- Zusätzliche Produktionskapazitäten
- Gebündelte Entwicklung künftiger Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten
Die Konsolidierung der deutschen mRNA-Landschaft ist damit faktisch abgeschlossen. Das Integrationsrisiko sinkt spürbar, während der strategische Wert der kombinierten Technologieplattform in den Vordergrund rückt.
Krebsforschung zeigt messbare Fortschritte
Parallel zum CureVac-Deal liefert BioNTech Daten aus der Onkologie. Der Wirkstoffkandidat Gotistobart (BNT316) zeigte in Studien zum nicht-kleinzelligen Lungenkrebs einen klinisch relevanten Vorteil beim Gesamtüberleben. Der bispezifische Antikörper Pumitamig erreichte vielversprechende Ansprechraten bei triple-negativem Brustkrebs.
Diese Ergebnisse untermauern die Transformation vom reinen Impfstoffhersteller zum breit aufgestellten Immuntherapie-Konzern. Die Abhängigkeit von Covid-19-Erlösen schwindet – und die Pipeline-Substanz wird zunehmend eingepreist.
Analysten sehen 42 Prozent Aufwärtspotenzial
Trotz der Stabilisierung um 96 US-Dollar klafft eine deutliche Lücke zu den Experteneinschätzungen. Laut MarketBeat (Januar 2026) lautet das Konsensrating „Moderate Buy“ bei 15 analysierten Instituten:
- 10 Kaufempfehlungen
- 4 Halten-Einschätzungen
- 1 Verkaufsempfehlung
- Durchschnittliches Kursziel: 137,75 US-Dollar
Die Differenz zum aktuellen Kurs deutet auf eine Unterbewertung von rund 42 Prozent hin. Analysten verweisen auf die hohen Barreserven und die technologische Substanz der Pipeline, die ihrer Ansicht nach nicht ausreichend im Kurs reflektiert werden.
Blick nach vorne
Mit Abschluss des Squeeze-outs im Januar wird ein strategisches Kapitel geschlossen. Die Fokussierung auf die Onkologie-Daten rückt damit stärker in den Mittelpunkt der Bewertung. Ob die Aktie die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke nachhaltig erobern kann, hängt maßgeblich von weiteren Pipeline-Erfolgen und der operativen Performance im Krebssegment ab.
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