Der Mainzer Impfstoffhersteller BioNTech steht im Jahr 2026 an einem entscheidenden Wendepunkt. Während die Einnahmen aus dem einstigen Corona-Geschäft weiter abschmelzen, rückt die Onkologie-Pipeline in den Fokus der Investoren. Dabei zeigt sich ein starker Kontrast: Ein vielversprechender Antikörper liefert beeindruckende klinische Ergebnisse, während das prestigeträchtige mRNA-Krebsvakzin mit unerwarteten Rückschlägen kämpft.
Antikörper als neuer Hoffnungsträger
Im Zentrum der neuen Strategie steht der bispezifische Antikörper Pumitamig. Das gemeinsam mit Bristol Myers Squibb (BMS) entwickelte Medikament kombiniert zwei Wirkmechanismen und liefert in klinischen Studien bemerkenswerte Daten. Bei Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium zeigte eine Phase-2-Studie in Kombination mit Chemotherapie eine objektive Ansprechrate von über 76 Prozent. Auch bei dreifach negativem Brustkrebs fielen die Ergebnisse mit einer Ansprechrate von rund 61 Prozent positiv aus. Diese Erfolge untermauern die milliardenschwere Partnerschaft mit BMS, die Meilensteinzahlungen von bis zu 7,6 Milliarden US-Dollar in Aussicht stellt.
Rückschlag bei der mRNA-Technologie
Deutlich schwieriger gestaltet sich die Entwicklung des individualisierten mRNA-Krebsimpfstoffs Autogene Cevumeran. Bei einer Phase-2-Studie zu Darmkrebs, die zusammen mit Roche durchgeführt wird, wurde bei einer Zwischenanalyse die Grenze der Aussichtslosigkeit überschritten. Zwar bleibt die Studie bis zur finalen Analyse verblindet, da die Daten laut Unternehmensangaben noch nicht reif genug für endgültige Schlüsse seien. Allerdings verschiebt sich die Vorlage der finalen Ergebnisse von 2026 auf 2027. Dieser Dämpfer wiegt schwer, auch wenn frühere Phase-1-Daten bei Patienten mit Immunantwort durchaus eine anhaltende Krankheitsfreiheit zeigten.
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Volle Kassen für den Wandel
Finanziell ist das Unternehmen für diese Forschungsmarathons bestens gerüstet. Trotz eines Umsatzrückgangs auf 2,87 Milliarden Euro im Jahr 2025 und einem Nettoverlust von 1,14 Milliarden Euro sitzt BioNTech auf liquiden Mitteln in Höhe von 17,24 Milliarden Euro. Dieses Polster ist notwendig, da die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im laufenden Jahr auf bis zu 2,5 Milliarden Euro steigen sollen. An der Börse wird dieser teure und langwierige Umbauprozess mit einer gewissen Skepsis betrachtet. Die Aktie notiert aktuell bei 81,55 Euro und verzeichnet damit auf Sicht von zwölf Monaten ein Minus von knapp zehn Prozent.
Das laufende Jahr wird durch eine beispiellose Datendichte geprägt sein. BioNTech plant, bis Ende 2026 insgesamt 15 Phase-3-Studien in der Onkologie am Laufen zu haben und erwartet sieben späte Datenauslesungen. Die unterschiedlichen Entwicklungsverläufe der beiden wichtigsten Onkologie-Plattformen werden maßgeblich bestimmen, wie der Markt die Post-Covid-Ära des Unternehmens bewertet, lange bevor das erste Krebsmedikament die Marktzulassung erhält.
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