BioNTech Aktie: Pumitamig-Daten am 29. Mai
BioNTech präsentiert auf dem ASCO-Kongress Phase-2-Daten zu Pumitamig. Analysten sind gespalten, der Aktienkurs bleibt unter Druck.

Kurz zusammengefasst
- ASCO-Kongress startet am 29. Mai
- Pumitamig gegen Pembrolizumab im Test
- Analysten uneins über Aktienbewertung
- Stellenabbau und Kostensenkungen geplant
Wenige Tage vor dem wichtigsten Onkologie-Kongress des Jahres notiert die BioNTech-Aktie rund 24 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Der Kurs bei 77,60 Euro liegt auch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt — ein Zeichen, dass Anleger die Post-Covid-Transformation des Mainzer Biotechs noch nicht honorieren.
Pumitamig im direkten Vergleich
Beim ASCO Annual Meeting, das am 29. Mai beginnt, präsentiert BioNTech Phase-2-Daten aus der ROSETTA-Lung-02-Studie. Das Design ist anspruchsvoll: Pumitamig kombiniert mit Chemotherapie tritt direkt gegen Pembrolizumab an — den etablierten Standard in der Erstlinientherapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms.
Ein Kopf-an-Kopf-Vergleich gegen Pembrolizumab ist keine Routineaufgabe. Die Ergebnisse entscheiden, ob die gesamte Onkologie-Pipeline an Glaubwürdigkeit gewinnt — oder ob BioNTech die Strategie neu justieren muss. Der Phase-3-Teil der Studie rekrutiert bereits.
Analysten gespalten
J.P. Morgan hält an seiner „Hold“-Einschätzung fest. Das steht im Widerspruch zum breiten Konsens: 17 Analysten vergeben im Schnitt ein „Buy“ mit einem 12-Monats-Kursziel von 125,45 Dollar. Morgan Stanley hob das Ziel zuletzt auf 126 Dollar an und bleibt bei „Overweight“. Truist stufte den Titel auf „Strong Buy“ hoch, Jefferies bestätigte sein „Buy“.
Die Divergenz spiegelt das binäre Risiko des ASCO-Readouts wider. Kein Wunder, dass der Kurs zögert.
Gotistobart liefert erste Signale
Neben Pumitamig rückt Gotistobart in den Blick. Der CTLA-4-Antikörper, der gemeinsam mit OncoC4 entwickelt wird, zeigte beim European Lung Cancer Congress im März bemerkenswerte Überlebensdaten im squamösen Lungenkarzinom.
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Bei einem medianen Follow-up von 14,5 Monaten wurde das mediane Gesamtüberleben mit Gotistobart nicht erreicht — gegenüber zehn Monaten mit Docetaxel. Die 12-Monats-Überlebensrate lag bei 63,1 Prozent versus 30,3 Prozent, die Hazard Ratio für Tod bei 0,46. Pivotale Phase-3-Interimdaten folgen noch in diesem Jahr.
Umbau kostet Geld und Jobs
Das finanzielle Bild ist durchwachsen. Der Umsatz sank auf 138 Millionen Dollar, der Nettoverlust weitete sich auf 622 Millionen Dollar aus. Die Forschungsausgaben kletterten auf 651 Millionen Dollar — getrieben von Investitionen in Pumitamig, Gotistobart und den Aufbau von BioNTech China.
Für das Gesamtjahr 2026 hält BioNTech an einer Umsatzprognose von 2,3 bis 2,6 Milliarden Dollar fest. Die Kasse ist mit 19,6 Milliarden Dollar gut gefüllt, ein Aktienrückkauf von bis zu einer Milliarde Dollar läuft.
Parallel dazu plant BioNTech den Abbau von rund 1.860 Stellen und schließt drei Produktionsstandorte in Deutschland — in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen. Ab 2029 sollen die Einsparungen auf bis zu 500 Millionen Euro jährlich steigen. Pfizer übernimmt ab Ende 2026 die gesamte kommerzielle Covid-19-Impfstoffproduktion, was BioNTech erlaubt, die Kapazitäten vollständig auf Onkologie umzulenken.
Das ASCO-Fenster öffnet sich am 29. Mai. Bis dahin bleibt die Aktie das, was sie seit Monaten ist: eine Wette auf klinische Daten, deren Ausgang offen ist.
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