BioNTech Aktie: Pumitamig überzeugt bei 40 Patienten
BioNTech verzeichnet Kursverluste, obwohl neue Phase-2-Daten zu Pumitamig auf dem ASCO-Kongress überzeugen. Analysten bleiben optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt um 3,9 Prozent
- Pumitamig zeigt hohe Wirksamkeit
- Phase-3-Studien laufen bereits
- Analysten bestätigen Kaufempfehlung
Die BioNTech-Aktie gerät unter Druck – und das, obwohl der Mainzer Biotech-Konzern auf dem ASCO-Kongress vielversprechende Daten präsentierte. Am Montag fiel das Papier um 3,9 Prozent auf 78,90 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 101,90 Euro beträgt rund 22 Prozent. Die Anleger scheinen vor allem die Unsicherheit über den weiteren Studienverlauf zu belasten.
Pumitamig überzeugt in Phase 2
Die Phase-2-Daten aus der ROSETTA-Lung-02-Studie basieren auf 40 auswertbaren Patienten und einem medianen Follow-up von 9,0 Monaten. Die Krankheitskontrollrate lag bei 100 Prozent.
Die bestätigte objektive Ansprechrate variierte nach PD-L1-Status: Bei niedriger Expression (TPS <1 Prozent) erreichte sie 47,6 Prozent. Bei moderater Expression (TPS 1-49 Prozent) sogar 77,8 Prozent.
Das Sicherheitsprofil bleibt beherrschbar. Schwerwiegende behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse (Grad 3 oder höher) traten bei 48,8 Prozent der Patienten auf. Nur 23,3 Prozent waren direkt auf Pumitamig zurückzuführen. Die Abbruchrate lag bei niedrigen 9,3 Prozent.
Der Weg in Phase 3
BioNTech treibt die Entwicklung voran. In der Phase-3-Erweiterung der ROSETTA-Studie wird Pumitamig (1500 mg alle drei Wochen) plus Chemotherapie gegen Pembrolizumab plus Chemotherapie getestet. Primärer Endpunkt ist das progressionsfreie Überleben.
Neben Lungenkrebs laufen sieben weitere globale Phase-3-Studien – unter anderem zu kleinzelligem Lungenkrebs und Magenkarzinom.
Analysten sehen Potenzial
Jefferies bestätigte das Kauf-Rating. Der Analystenkonsens steht auf „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 129,56 US-Dollar. Institutionelle Investoren halten 15,52 Prozent der Aktien.
Die Marktkapitalisierung beträgt rund 23,3 Milliarden US-Dollar. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm unterstreicht das Vertrauen des Managements in die eigene Pipeline.
Ausblick
Das Jahr 2026 wird entscheidend für BioNTech. Gelingt der Nachweis der Überlegenheit gegenüber Pembrolizumab, wäre das ein starkes Signal für die gesamte Onkologie-Strategie. Bis dahin bleibt der Aktienkurs von den nächsten Datenlesungen aus den Phase-3-Studien abhängig.
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