BioNTech Aktie: Roche-Option gezogen!
Im dritten Quartal 2026 erzielte BioNTech 184,5 Millionen Euro Nettogewinn; Krebsstudiendaten zeigen unterschiedliche Ergebnisse.

Kurz zusammengefasst
- Operativer Gewinn von 125 Millionen Euro
- Roche trägt künftig Forschungskosten des Programms
- Lungenkrebsstudie mit 36,7 Prozent Ansprechrate
- Brustkrebsdaten mit moderatem Überlebensvorteil
BioNTech hat heute für das dritte Quartal 2026 einen operativen Gewinn von 125,0 Millionen Euro gemeldet. Der Umsatz erreichte nach Unternehmensangaben 1.289,2 Millionen Euro. Zugleich teilte BioNTech mit, eine Option innerhalb der Zusammenarbeit mit Roche und Genentech ausgeübt zu haben.
Neue Kostenverteilung im Roche-Programm
Durch die ausgeübte Option liegen die künftigen Forschungs- und Entwicklungskosten für das betreffende Programm ab dem 1. Januar 2027 grundsätzlich bei Roche und Genentech. BioNTech bleibt im Fall einer erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung zum Bezug von Lizenzgebühren berechtigt.
Unter dem Strich erzielte BioNTech im Berichtsquartal einen Nettogewinn von 184,5 Millionen Euro. Im dritten Quartal 2025 hatte das Unternehmen noch einen Nettoverlust von 28,7 Millionen Euro ausgewiesen.
Unterschiedliche Signale aus der Krebsforschung
Bei der Krebsforschung meldeten BioNTech und Bristol Myers Squibb am 25. Oktober erste globale Phase-2-Daten zur Kombination von Pumitamig und Docetaxel. Untersucht wurde die Behandlung bei metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs nach Fortschreiten der Erkrankung unter oder nach einer Erstlinientherapie aus Immuntherapie und Chemotherapie.
Unter den für die Wirksamkeitsanalyse auswertbaren Patienten lag die bestätigte objektive Ansprechrate bei 36,7 Prozent. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug in der Gruppe aller Behandelten 6,9 Monate.
Weniger eindeutig fiel die Bilanz der vor gut einer Woche veröffentlichten Brustkrebsdaten von BioNTech und DualityBio aus. Trastuzumab Pamirtecan erreichte zwar den primären Endpunkt der Phase-3-Studie, verbesserte das progressionsfreie Überleben gegenüber einer Chemotherapie nach Wahl der Prüfärzte aber nur moderat.
Die Unternehmen berichteten zudem über eine höhere Rate interstitieller Lungenerkrankungen als in früheren Studien, einschließlich schwerer und tödlicher Fälle bei einem kleinen Teil der Patienten. Die Daten zum Gesamtüberleben waren noch nicht ausgereift; beide Partner besprechen die nächsten Schritte.
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