BioNTech Aktie: UBS hebt auf Buy, Kursziel 135 Dollar
UBS stuft BioNTech auf Kaufen hoch, während ein Aktienrückkaufprogramm startet. Der Fokus liegt auf der Krebsforschung.

Kurz zusammengefasst
- UBS erhöht Einstufung auf Kaufen
- Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm genehmigt
- Kursziel liegt 45 Prozent über Vortagesschluss
- Onkologie-Pipeline im Fokus des Kongresses
UBS stuft BioNTech auf „Buy“ hoch und setzt das Kursziel auf 135 Dollar — rund 45 Prozent über dem Kurs vom Vortag. Zeitgleich genehmigt das Unternehmen ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Kein Wunder, dass die Aktie anzieht.
Rückkauf und Upgrade als Doppelsignal
BioNTech hat ein neues Rückkaufprogramm für American Depositary Shares im Volumen von bis zu einer Milliarde Dollar autorisiert. Es läuft bis Mai 2027 und wird aus bestehenden Barmitteln finanziert. Das Signal: Das Management sieht die eigene Aktie als günstig bewertet.
UBS sieht das ähnlich. Die Bank hob die Einstufung von „Neutral“ auf „Buy“ an und erhöhte das Kursziel von 117 auf 135 Dollar. Als Hauptgrund nennen die Analysten wachsendes Vertrauen in den bispezifischen Antikörper Pumitamig. Diesen Wirkstofftyp bezeichnet UBS als „transformative“ Modalität bei soliden Tumoren.
An der Frankfurter Börse notiert die Aktie bei 80,75 Euro — ein Plus von knapp einem Prozent am Donnerstag. Über 30 Tage liegt das Papier allerdings noch rund sieben Prozent im Minus.
Onkologie als neues Fundament
BioNTech hat mehr als 25 aktive Phase-2- und Phase-3-Studien laufen, davon 13 als pivotale Zulassungsstudien. Auf dem ASCO-Kongress Ende Mai und Anfang Juni will das Unternehmen neue Daten aus seinem spätstufigen Onkologie-Portfolio vorstellen. Im Mittelpunkt stehen Pumitamig und Gotistobart — beide zeigen Wirksamkeit bei Lungen-, Eierstock- und Prostatakrebs.
Dieser Schwenk hin zur Krebsmedizin ist kein Zufall. Die COVID-19-Erlöse brechen weg. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz auf 118 Millionen Euro, nach 183 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust weitete sich auf 532 Millionen Euro aus.
Umbau kostet — soll aber sparen
Parallel zum strategischen Wandel schrumpft BioNTech seine Produktionsbasis. Rund 1.860 Stellen sollen wegfallen. Das Unternehmen rechnet damit, bis 2029 jährlich etwa 500 Millionen Euro einzusparen.
Der Markt bewertet diesen Einschnitt offenbar als notwendige Anpassung, nicht als Schwächesignal. Die Partnerschaftsstruktur mit Bristol Myers Squibb, Genentech, Genmab und Pfizer bleibt dabei ein wichtiger Hebel, um die klinische Entwicklung zu beschleunigen.
Einen ersten Praxistest liefert der ASCO-Kongress ab dem 29. Mai. Zeigen die Daten zu Pumitamig und Gotistobart überzeugende Ergebnisse, dürfte das UBS-Kursziel für viele Investoren greifbarer werden.
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