BioNTech: BofA erhöht Ziel auf $130
BioNTech überzeugt mit vielversprechenden Onkologie-Studienergebnissen, kämpft aber mit hohen F&E-Kosten und sinkenden Impfstofferlösen.

Kurz zusammengefasst
- Erfolg in Phase-2-Studie bei Gebärmutterkrebs
- Hohe Ansprechrate bei HER2-positiven Patienten
- Forschungsausgaben übersteigen voraussichtlich den Umsatz
- Aktie erholt sich trotz Gewinnmitnahmen
Die Pipeline liefert, die Kasse schrumpft. BioNTech treibt den Wandel vom Impfstoffhersteller zum Onkologie-Konzern zügig voran. Frische klinische Daten überzeugen die Wall Street. Am Aktienmarkt reagieren Investoren dennoch nervös auf die hohen Entwicklungskosten.
Analysten loben Krebs-Pipeline
Die Bank of America hob ihr Kursziel kürzlich auf 130 US-Dollar an. Die Einstufung bleibt auf „Kaufen“. Auslöser sind starke Ergebnisse aus einer Phase-2-Studie.
Das Mittel Trastuzumab Pamirtecan (T-Pam) zeigte bei fortgeschrittenem Gebärmutterkrebs eine Ansprechrate von knapp 48 Prozent. Bei Patienten mit starker HER2-Ausprägung kletterte dieser Wert auf 73 Prozent. Für die USA plant BioNTech im Jahr 2026 einen Zulassungsantrag. In China läuft der Prüfprozess für Brustkrebs bereits.
Forschung kostet Marge
Die Folge: ein finanzieller Spagat. BioNTech rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang. Die Erlöse sollen zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro liegen. Der Grund ist die sinkende Nachfrage nach Covid-Impfstoffen.
Parallel dazu steigen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung massiv an. Sie dürften mit bis zu 2,5 Milliarden Euro den Umsatz übersteigen. Das Unternehmen investiert derzeit mehr in neue Medikamente, als es durch Verkäufe einnimmt.
Die Aktie spiegelt diese Übergangsphase wider. Auf Monatssicht legte das Papier zwar um gut 21 Prozent zu. Zuletzt schloss der Kurs am Donnerstag bei 92,70 Euro. Damit notiert der Titel wieder deutlich über der 50-Tage-Linie. Vor den anstehenden Quartalszahlen nahmen einige Anleger jedoch Gewinne mit.
Wichtige Termine im Mai
Am 5. Mai präsentiert der Vorstand die Zahlen für das Startquartal. Investoren achten dabei besonders auf den Fortschritt der klinischen Studien. BioNTech will im laufenden Jahr sechs weitere Phase-3-Studien beginnen.
Zehn Tage später folgt die Hauptversammlung. Auf der Agenda steht unter anderem die Erweiterung des Aufsichtsrats. Zwei neue Spezialisten für Onkologie sollen das Gremium verstärken. Aktionäre stimmen außerdem über ein neues genehmigtes Kapital ab.
Das Management muss am 5. Mai beweisen, dass die Zeitpläne für die späten Studienphasen halten. Verzögerungen in der Onkologie-Pipeline würden die aktuelle Bewertung schnell unter Druck setzen.
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