BioNTech: Fünf neue Krebsstudien gestartet
BioNTech verzeichnet sinkende Impfstoffumsätze und einen höheren Nettoverlust. Der Konzern treibt seine Krebsforschung massiv voran.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzrückgang auf 118 Millionen Euro
- Nettoverlust steigt auf 532 Millionen Euro
- Fokus auf Onkologie mit neuen Studien
- Aktienrückkauf von bis zu einer Milliarde Dollar
Der Corona-Boom ist endgültig Geschichte, die Spuren in der Bilanz sind unübersehbar. BioNTech verzeichnet schrumpfende Umsätze und einen ausufernden Nettoverlust. Das Mainzer Unternehmen setzt nun alles auf eine aggressive Ausweitung seiner Krebsforschung, um die Zeit nach dem Impfstoffgeschäft zu sichern.
Im ersten Quartal 2026 fielen die Erlöse auf 118,1 Millionen Euro. Das lag deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Der Nettoverlust weitete sich auf knapp 532 Millionen Euro aus. Hauptgrund für diese Entwicklung ist die anhaltend schwache Nachfrage nach COVID-19-Vakzinen.
An der Börse reagierten Investoren verhalten auf das Zahlenwerk. Die Aktie schloss am Dienstag bei 81,50 Euro und rutschte damit unter ihren 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein leichtes Minus von 1,2 Prozent.
Milliarden für die Pipeline
Das Management wertet das Quartal als strategischen Wendepunkt. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen auf 557 Millionen Euro. Das Geld fließt direkt in die klinische Ausführung. Das Unternehmen startete fünf neue Zulassungsstudien für den Wirkstoff Pumitamig, unter anderem gegen Brust- und Lungenkrebs.
Positive Signale lieferte zuletzt auch der Kandidat Gotistobart. Der Antikörper zeigte in einer Studie einen klinisch bedeutsamen Überlebensvorteil bei einer speziellen Form von Lungenkrebs. Um Kapazitäten für diese Programme freizumachen, übergibt BioNTech die Produktion des Corona-Impfstoffs bis Jahresende vollständig an den Partner Pfizer.
Der Fokus liegt nun auf einem datenreichen zweiten Halbjahr. Für die kommenden Monate stehen sechs wichtige Studienergebnisse aus späten Entwicklungsphasen an.
Volle Kassen stützen den Umbau
Finanziell ist der Konzern für diesen Kraftakt gerüstet. Die Liquidität beläuft sich auf 16,8 Milliarden Euro. Der Vorstand bestätigte die Jahresprognose und plant weiterhin mit einem Gesamtumsatz von mindestens zwei Milliarden Euro.
Aktionäre sollen von den hohen Reserven profitieren. Aufsichtsrat und Management planen die Autorisierung eines Aktienrückkaufprogramms. Dieses soll ein Volumen von bis zu einer Milliarde US-Dollar umfassen und über zwölf Monate laufen.
Kurzfristige Umsatzsprünge aus der Onkologie erwartet das Management für das laufende Jahr noch nicht. Die Finanzierung der Forschung hängt vorerst weiter von den schrumpfenden Impfstofferlösen ab. Ein konkreter Meilenstein steht jedoch bereits fest: Noch 2026 plant BioNTech in den USA den Zulassungsantrag für Trastuzumab Pamirtecan zur Behandlung von Gebärmutterkörperkrebs.
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