BioNTech: Hauptversammlung am 15. Mai mit Kapitalerhöhung
BioNTech steht vor richtungsweisenden Terminen: Quartalszahlen und Hauptversammlung mit Kapitalerhöhung prägen den Kurs.

Kurz zusammengefasst
- Quartalszahlen am 5. Mai
- Hauptversammlung mit Kapitalerhöhung
- Positive Krebsstudien-Daten vorgelegt
- Aktie mit deutlichem Monatsplus
Die Transformation vom Impfstoffhersteller zum Onkologie-Konzern kostet BioNTech viel Geld und Geduld. Während die Einnahmen aus dem COVID-Geschäft schrumpfen, steigen die Forschungsausgaben für die Krebspipeline rasant an. Im Mai stehen nun zwei Termine an, die den strategischen Kurs für die kommenden Jahre prägen.
Den Auftakt machen die Quartalszahlen am 5. Mai. Das Management präsentiert den Bericht vor einem herausfordernden Hintergrund. Im vergangenen Jahr verbuchte das Mainzer Unternehmen bei einem Umsatz von rund 2,87 Milliarden Euro einen Nettoverlust von 1,13 Milliarden Euro.
Die Prognosen für das laufende Jahr gehen von weiter sinkenden Erlösen aus. Parallel dazu steigen die Kosten für Forschung, Entwicklung und Verwaltung. Analysten bewerten derzeit die langfristige Profitabilität neu, zumal ein geplanter Wechsel in der Führungsetage zusätzliche Unsicherheit bringt.
Frisches Kapital für die Krebsforschung
Zehn Tage nach dem Quartalsbericht folgt die virtuelle Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung am 15. Mai steht ein weitreichender Vorschlag zur Kapitalbeschaffung. Die Aktionäre stimmen über ein neues genehmigtes Kapital ab.
Dieses soll die Ausgabe von bis zu 129,5 Millionen neuen Aktien ermöglichen. Das entspricht der Hälfte des aktuellen Grundkapitals. Mit diesem finanziellen Spielraum will das Management teure klinische Studien in der Spätphase finanzieren und die Abhängigkeit vom Impfstoffgeschäft verringern.
Ferner plant das Unternehmen, den Aufsichtsrat von sechs auf acht Mitglieder zu erweitern. Zwei neue Spezialisten für Onkologie und klinische Entwicklung sollen das Gremium verstärken.
Klinische Fortschritte stützen den Kurs
Abseits der Unternehmenskalender liefert die Pipeline erste Argumente für den Strategiewechsel. Mitte April präsentierten BioNTech und der Partner DualityBio positive Phase-2-Daten für den Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Kandidaten BNT323.
Bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Endometriumkarzinom zeigte die Studie eine objektive Ansprechrate von rund 49 Prozent. Das mediane progressionsfreie Überleben lag bei 8,1 Monaten. Die Investmentbank Morgan Stanley reagierte auf die jüngsten Branchendaten und hob das Kursziel für die Aktie leicht auf 126 US-Dollar an.
Am Aktienmarkt honoriert man die jüngsten Entwicklungen. Auf Monatssicht kletterte das Papier um fast 17 Prozent nach oben. Mit einem Freitagsschlusskurs von 89,40 Euro hat die Aktie ihre 50-Tage-Linie deutlich hinter sich gelassen.
Die Abstimmung über die Kapitalerhöhung am 15. Mai wird zum Stimmungstest. Lehnt die Hauptversammlung den Vorschlag ab, fehlt BioNTech ein wichtiges Instrument zur Finanzierung der Onkologie-Pipeline. Eine Zustimmung würde dem Management hingegen den nötigen Spielraum für Markteinführungen ab 2027 sichern.
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