BioNTech: Sahin und Türeci Ende 2026 weg
BioNTech kündigt Aktienrückkauf über eine Milliarde Dollar an. Die Gründer verlassen das Management, der Fokus liegt nun auf der Krebsforschung.

Kurz zusammengefasst
- Rückkaufprogramm über eine Milliarde Dollar
- Gründer ziehen sich aus Führung zurück
- Umsatzrückgang bei Corona-Impfstoffen
- Fokus auf Krebs-Pipeline und ASCO-Daten
BioNTech steht vor einem radikalen Umbruch. Die Gründer ziehen sich aus dem operativen Geschäft zurück. Parallel bricht das einstige Kerngeschäft mit Corona-Impfstoffen weiter ein. Um Anleger bei der Stange zu halten, greift der Mainzer Konzern nun tief in die prall gefüllte Kasse.
Milliarden-Rückkauf stützt den Kurs
Am 7. Mai 2026 hat BioNTech ein neues Aktienrückkaufprogramm formell beschlossen. Bis Mai 2027 kauft das Unternehmen eigene Papiere für bis zu eine Milliarde US-Dollar zurück. Finanziert wird der Schritt aus den eigenen Barmitteln.
Das Geldpolster bleibt gewaltig. Ende des ersten Quartals lagen 16,8 Milliarden Euro in der Kasse. Operativ lief es zuletzt jedoch schwach. Der Umsatz brach um rund 36 Prozent auf 118 Millionen Euro ein. Die Nachfrage nach Corona-Impfstoffen sinkt weiter.
Hohe Forschungsausgaben für die Krebspipeline drückten das Nettoergebnis tief ins Minus. BioNTech verbuchte einen Verlust von 622 Millionen US-Dollar. An der Börse sorgte das für Druck. Die Aktie verlor auf Wochensicht gut zehn Prozent und notiert bei 79,15 Euro. Damit rutschte der Kurs unter die 50-Tage-Linie.
Neue Ära im Management
Auf der Hauptversammlung am 15. Mai steht eine Zäsur an. Die Mitgründer Ugur Sahin und Özlem Türeci verlassen das Management bis Ende 2026. Sie wechseln in die Führung eines neuen Unternehmens. BioNTech steuert Technologien bei und erhält dafür eine Minderheitsbeteiligung.
Der Aufsichtsrat sucht bereits nach Nachfolgern. Um den Übergang zu flankieren, soll das Kontrollgremium von sechs auf acht Mitglieder wachsen. Zwei neue Spezialisten für Onkologie und klinische Entwicklung rücken auf. Das Ziel: ein reibungsloser Umbau zum reinen Krebs-Spezialisten.
Fokus auf die Krebspipeline
Im Corona-Geschäft baut BioNTech weiter ab. BioNTech und Pfizer stoppten eine große US-Studie für einen angepassten Impfstoff bei 50- bis 64-Jährigen. Die Partner fanden nicht genug Teilnehmer. Sicherheitsbedenken gab es laut den Unternehmen nicht.
Alle Augen richten sich nun auf die Krebsforschung. Ende Mai präsentiert BioNTech auf dem ASCO-Kongress wichtige Phase-2-Daten. Die Studie ROSETTA-Lung-02 vergleicht den eigenen Wirkstoff Pumitamig direkt mit dem etablierten Standard Pembrolizumab.
Der Vorstand hält an seiner Prognose fest. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet BioNTech einen Umsatz zwischen 2,3 und 2,6 Milliarden US-Dollar. Die nächste Richtungsentscheidung für die Aktie fällt Ende Mai. Dann müssen die klinischen Daten auf dem ASCO-Kongress belegen, dass die milliardenschweren Forschungsausgaben erste Erfolge bringen.
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