BioNTech und Bristol Myers melden Phase-2-Daten

Pumitamig plus Docetaxel erreichte bei schwer behandelbarem Lungenkrebs 6,9 Monate progressionsfreies Überleben und eine Ansprechrate von 36,7 Prozent.

Felix Baarz ·
KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Krankheitskontrolle bei 90 Prozent
  • Plattenepithel-Tumoren: 57,1 Prozent Ansprechrate
  • Schwere Komplikationen bei 18 Prozent
  • Sieben Phase-3-Studien mit Pumitamig laufen

Ein neuer Wirkstoffkandidat von BioNTech und Bristol Myers Squibb verlängert das progressionsfreie Überleben bei schwer behandelbarem Lungenkrebs auf 6,9 Monate. In einer klinischen Studie erreichte die Kombination aus Pumitamig und Docetaxel eine bestätigte Ansprechrate von 36,7 Prozent. Damit übertrifft die Behandlung den bisherigen Standard für Patienten, deren Tumor nach einer Erstlinientherapie weitergewachsen ist.

Deutliche Besserung gegenüber Standardtherapie

Die Ausgangslage für die Betroffenen galt bislang als schwierig. Unter der gängigen Therapie mit dem Chemotherapeutikum Docetaxel liegt das mediane progressionsfreie Überleben im Schnitt bei weniger als vier Monaten. Pumitamig zielt als bispezifischer Antikörper parallel auf die Zielstrukturen PD-L1 und VEGF-A ab. Dieser zweifache Angriff soll die Immunantwort gegen den Tumor reaktivieren.

Auf dem Fachkongress der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie in Madrid stellten die Partner die Detaildaten vor. Von den 30 auswertbaren Patienten erreichten 90,0 Prozent eine Krankheitskontrolle. Bei Tumoren mit Plattenepithel-Histologie lag die Ansprechrate bei 57,1 Prozent.

Verträglichkeit und Ausblick auf Phase 3

Hohe Wirksamkeit nützt wenig, wenn schwere Nebenwirkungen die Therapie verhindern. Bei 18,0 Prozent der 50 behandelten Patienten traten Komplikationen ab Grad drei auf. Vier Teilnehmer brachen die Medikation ab. Todesfälle in Verbindung mit der Behandlung gab es nicht.

Für das Mainzer Unternehmen und seinen US-Partner markieren die Daten einen wichtigen Baustein für die weitere klinische Entwicklung. Aktuell laufen sieben Studien der abschließenden Phase drei, die den Wirkstoffkandidaten bei verschiedenen Krebsarten prüfen. Mehr als 4.000 Patienten wurden in den Programmen zu Pumitamig bislang behandelt.

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