Bitcoin: 14 Tage Rekord-Abflüsse aus ETFs

Bitcoin notiert knapp über 63.000 Dollar, leidet aber unter starken US-Jobdaten und anhaltenden ETF-Abflüssen. Technische Indikatoren deuten auf eine mögliche Erholung.

Redaktion Stock-World ·
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Eine stilisierte Bitcoin-Münze löst sich auf, umgeben von abfließenden Datenströmen vor einem Finanzdaten-Interface. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • US-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen deutlich
  • Rekordverdächtige Abflüsse bei Bitcoin-ETFs
  • RSI signalisiert überverkauften Markt
  • 63.000 Dollar als kritische Unterstützung

63.427 Dollar – an diesem Montagmorgen steht Bitcoin wieder knapp über der magischen Grenze. Doch der Schein trügt. Die Kryptowährung kämpft mit den Folgen eines perfekten Sturms: starke US-Arbeitsmarktdaten, rekordverdächtige ETF-Abflüsse und ein überverkaufter Markt. Die Frage ist nicht, ob die Erholung hält. Sondern wie lange.

Arbeitsmarkt schockt Anleger

172.000 neue Jobs im Mai. Das war mehr als doppelt so viel wie erwartet. Die US-Wirtschaft zeigt sich robuster als gedacht – und die Federal Reserve bleibt auf Kurs. „Higher for longer“ ist kein Szenario mehr, sondern Realität. Für Bitcoin, das klassische Risiko-Asset, bedeutet das: Druck.

Innerhalb von 24 Stunden lösten Anleger Positionen im Wert von 1,7 Milliarden Dollar auf. Der Markt blutete – doch nicht zusammen. Der 200-Wochen-Durchschnitt bei 62.800 Dollar hielt als letzte Bastion. Ein schwacher Trost.

ETFs bluten seit zwei Wochen

14 Tage in Folge. So lange haben US-Spot-Bitcoin-ETFs noch nie Kapital verloren. Seit Mitte Mai sind rund fünf Milliarden Dollar abgeflossen. Allein in der vergangenen Woche: 1,72 Milliarden. Die Institutionen ziehen sich zurück – oder schichten um.

MicroStrategy macht genau das. Das Unternehmen, bekannt für seine aggressiven Bitcoin-Käufe, stockte zwar auf 845.256 BTC auf. Gleichzeitig verkaufte es erstmals seit 2022 Teile seines Bestands. Eine klare Botschaft: Selbst die Bullen werden vorsichtig.

Technische Lage spricht für Erholung

Der Relative Strength Index (RSI) steht bei 27. Überverkauft. In der Vergangenheit markierten solche Werte oft den Wendepunkt. Doch die Vergangenheit ist kein Garant.

Die 63.000-Dollar-Marke bleibt entscheidend. Hält sie nicht, droht der nächste Test bei 59.228 Dollar – dem Jahrestief. Ein Bruch darunter würde die Stimmung weiter eintrüben. Die Volatilität liegt bei 33 Prozent. Kein ruhiges Fahrwasser.

Regulierung wird zum Risiko

Während der Markt mit den Makro-Daten kämpft, rückt die Regulierung in den Fokus. In der EU laufen im Juni wichtige Übergangsfristen der MiCA-Verordnung aus. Gleichzeitig startet „Crypto Laws“, ein globaler Tracker für Kryptoregulierung. Über 100 Länder sind bereits erfasst – und die Unterschiede könnten kaum größer sein.

Für Bitcoin-Anleger wird die Luft dünner. Die Erholung von heute ist kein Befreiungsschlag. Sondern ein kurzes Durchatmen. Der nächste Arbeitsmarktbericht kommt in vier Wochen. Bis dahin bleibt die 63.000-Dollar-Marke die alles entscheidende Grenze.

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