Bitcoin: 85,85 Millionen Zuflüsse am 12. Juni
Nach fünf Abflusstagen verzeichnen Bitcoin-Spot-ETFs wieder starke Zuflüsse. SpaceX-Börsengang und geopolitische Entspannung beflügeln die Stimmung.

Kurz zusammengefasst
- Stärkster Zuflusstag seit vier Wochen
- BlackRock und Fidelity als Haupttreiber
- SpaceX-IPO und Iran-Einigung als Impulse
- Bitcoin-Kurs knapp über Jahrestief
Fünf Handelstage lang floss das Geld raus. Dann kam der Bruch. Am 12. Juni verzeichneten Bitcoin-Spot-ETFs in den USA einen Nettozufluss von 85,85 Millionen Dollar — der stärkste Einzeltag seit rund vier Wochen.
Die Wende kommt nach einer Durststrecke. Zuvor hatten dieselben Fonds in fünf aufeinanderfolgenden Sitzungen rund 727 Millionen Dollar verloren. Keiner der zwölf beobachteten Bitcoin-Fonds wies am 12. Juni einen Nettoabfluss aus.
BlackRock führt, Fidelity folgt
BlackRocks IBIT steuerte mit 57,69 Millionen Dollar etwa zwei Drittel der Tageszuflüsse bei. Fidelitys FBTC kam auf 18 Millionen Dollar. Der Rest verteilte sich auf die übrigen Fonds.
Seit ihrer Einführung summieren sich die Nettozuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs auf rund 53,62 Milliarden Dollar. Das verwaltete Vermögen nähert sich 79,65 Milliarden Dollar.
Makro und SpaceX-IPO als Katalysatoren
Der Stimmungsumschwung fiel nicht zufällig auf diesen Tag. Berichte über eine mögliche US-iranische Einigung und eine potenzielle Wiedereröffnung der Straße von Hormus reduzierten die geopolitische Risikoprämie spürbar. Präsident Trump hatte am 11. Juni erklärt, ein Abkommen könnte noch am Wochenende unterzeichnet werden.
Hinzu kam das Nasdaq-Debüt von SpaceX. Die Aktie eröffnete bei 150 Dollar und schloss bei rund 161 Dollar — ein Plus von über 19 Prozent am ersten Handelstag. Das IPO soll rund 75 Milliarden Dollar eingebracht haben, bei einer Bewertung von über zwei Billionen Dollar. Das wäre der größte Börsengang der Geschichte. Die Euphorie um das SpaceX-Debüt strahlte auf risikobehaftete Anlagen aus — Bitcoin eingeschlossen.
Knapp über dem Jahrestief
Der aktuelle Kurs liegt bei rund 63.550 Dollar, rund sieben Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 59.228 Dollar, das erst Anfang Juni markiert wurde. Auf Jahressicht hat Bitcoin knapp 28 Prozent verloren. Der RSI liegt bei 32,8 — technisch im überverkauften Bereich.
Manche Marktbeobachter werten das Tief um 59.000 Dollar als möglichen Zyklusboden. Die Rückkehr institutioneller Käufer verknappt das handelbare Angebot — ein Effekt, der historisch Preisdruck nach oben erzeugt hat. Ob der Zufluss vom 12. Juni eine echte Trendwende einleitet oder ein Einzelereignis bleibt, zeigt sich an den ETF-Daten der kommenden Handelswoche.
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