Bitcoin: Absturz unter 110.000 Dollar!

Bitcoin verliert über 6,6 Prozent binnen einer Woche und fällt unter die psychologische Marke von 110.000 Dollar. Eine Liquidationswelle und institutionelle Abflüsse verstärken den Abwärtsdruck erheblich.

Dr. Robert Sasse ·
Bitcoin Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Sturz unter wichtige 110.000-Dollar-Marke
  • Über 6,6 Prozent Wertverlust in einer Woche
  • 258 Millionen Dollar Abflüsse aus US-ETFs
  • Technische Analyse sieht 95.000 Dollar möglich

Die Kryptowelt durchlebt einen schwarzen Freitag. Bitcoin, die digitale Leitwährung, ist unter die psychologisch wichtige Marke von 110.000 Dollar gerutscht und reißt den gesamten Kryptomarkt in die Tiefe. Fast eine Milliarde Dollar an Long-Positionen wurde binnen Stunden pulverisiert. Was steckt hinter diesem dramatischen Einbruch?

Liquidationswelle erschüttert die Märkte

Der Krypto-Fear-Index ist auf 28 Punkte abgestürzt – den niedrigsten Stand seit April. Ein Zeichen für pure Panik unter den Anlegern. Binnen einer Woche verlor Bitcoin über 6,6 Prozent seines Wertes, während die globale Krypto-Marktkapitalisierung um 2,2 Prozent auf 3,83 Billionen Dollar schrumpfte.

Besonders brutal: Die Kaskade aus zwangsweisen Verkäufen verstärkte den Abwärtsdruck erheblich. Technische Analysten warnen bereits vor einer möglichen Korrektur in Richtung 95.000 bis 98.000 Dollar. Die nächsten Unterstützungen könnten bei 108.700, 107.000 und 105.000 Dollar liegen.

Institutionelle Flucht lässt Hoffnungen platzen

Die großen Player ziehen sich zurück. US-Bitcoin-ETFs verzeichneten einen Nettoabfluss von 258,46 Millionen Dollar – ein harter Schlag nach der zwischenzeitlichen Erholung. Noch drastischer: Unternehmenskäufe von Bitcoin sind seit dem Juli-Höchststand um 76 Prozent eingebrochen.

Doch die On-Chain-Daten offenbaren ein zwiespältiges Bild. Langzeit-Halter haben jüngst Gewinne bei ganzen 3,4 Millionen Bitcoin realisiert – ein klassisches Signal für einen möglichen Zyklusgipfel. Andererseits bleiben 74 Prozent des zirkulierenden Bitcoin-Bestands illiquid, was auf eine starke Halte-Mentalität hindeutet.

Fed-Sorgen und Shutdown-Ängste belasten

Makroökonomische Unsicherheiten verstärken die Verkaufswelle. Die jüngsten PCE-Inflationsdaten schürten Zweifel an weiteren Zinssenkungen der Federal Reserve. Zusätzlich lasten Befürchtungen über einen möglichen US-Regierungsstillstand auf der Stimmung.

Für erfahrene Contrarian-Investoren könnten Phasen extremer Angst jedoch Kaufgelegenheiten darstellen. Die Frage bleibt: Ist dies erst der Anfang einer größeren Korrektur oder bietet sich hier eine Chance für mutige Anleger?

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