Bitcoin hat am Freitag die Marke von 85.000 US-Dollar unterschritten und notiert aktuell bei rund 84.570 US-Dollar – ein Minus von über 5 Prozent. Der Auslöser: Institutionelle Investoren ziehen massiv Kapital ab. Zwei aufeinanderfolgende Handelstage mit dreistelligen Millionen-Abflüssen aus den US-Spot-Bitcoin-ETFs signalisieren eine klare Risikovermeidung. Doch was steckt hinter dieser Entwicklung?
Massive ETF-Abflüsse
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Am Donnerstag, den 29. Januar, verzeichneten die US-Spot-Bitcoin-ETFs kollektive Netto-Abflüsse von etwa 817 Millionen US-Dollar. Besonders ins Gewicht fiel BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) mit 317,8 Millionen US-Dollar – einer der höchsten Tagesabflüsse seit Auflegung des Produkts.
Am Freitag, den 30. Januar, intensivierte sich der Verkaufsdruck weiter:
- BlackRock IBIT: Abflüsse von 528,3 Millionen US-Dollar
- Fidelity FBTC: Bescheidene Zuflüsse von 7,3 Millionen US-Dollar
- Gesamtmarkt: Netto-Abflüsse von etwa 510 Millionen US-Dollar
Diese anhaltende Kapitalflucht deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger aktiv ihre Positionen reduzieren.
Politische Unsicherheit belastet
Zwei Ereignisse aus Washington verstärken die Nervosität. Zum einen ist die US-Regierung technisch in einen partiellen Shutdown getreten. Der Senat verabschiedete zwar am Freitagabend ein Finanzierungspaket mit 71 zu 29 Stimmen, doch das Repräsentantenhaus stimmt erst am Montag ab. Bundesbehörden haben bereits geordnete Stilllegungspläne eingeleitet.
Zum anderen nominierte Präsident Trump am Freitag Kevin Warsh als neuen Fed-Vorsitzenden. Der ehemalige Fed-Gouverneur gilt einigen Analysten als überraschend restriktiv in Zinsfragen. Die Erwartung, dass die Geldpolitik straffer ausfallen könnte als erhofft, löste eine Rotation aus risikoreichen Assets wie Kryptowährungen und Tech-Aktien aus.
Liquidationen und technische Marken
Der Kursrutsch in Richtung 81.000 US-Dollar führte zu massiven Zwangsliquidationen. Laut CoinGlass wurden am 30. Januar etwa 1,68 Milliarden US-Dollar an Positionen im gesamten Krypto-Ökosystem aufgelöst – über 90 Prozent davon Long-Positionen.
Analysten beobachten nun die Zone zwischen 80.000 und 81.000 US-Dollar als kritische Unterstützung. Ein Bruch könnte den Weg in die mittleren 70.000er öffnen. Für eine Trendwende wäre eine Rückeroberung der 85.000-Dollar-Marke erforderlich.
Ausblick auf die kommende Woche
Am Montag steht die Abstimmung im Repräsentantenhaus über das Finanzierungspaket an. Eine schnelle Lösung könnte etwas Vertrauen zurückbringen. Gleichzeitig werden die ETF-Zuflüsse am Montag und Dienstag zeigen, ob die institutionellen Abflüsse stoppen oder sich fortsetzen. Zudem dürften erste Äußerungen von Kevin Warsh zur Geldpolitik die Liquiditätserwartungen maßgeblich beeinflussen.
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