Bitcoin: Core v31.0 mit Cluster Mempool
Bitcoin zeigt sich im April 2026 widersprüchlich: Starke Dollar-Abhängigkeit und Wal-Käufe treffen auf verunsicherte Kleinanleger und ein großes technisches Update.

Kurz zusammengefasst
- Starke negative Korrelation zum Dollarindex
- Bitcoin Core 31.0 mit Cluster Mempool veröffentlicht
- Großanleger akkumulieren massiv Bitcoin
- Kleinanleger zeigen sich verunsichert
Fünf rote Monatskerzen in Folge, ein Jahresverlust von über zwölf Prozent — und trotzdem kaufen die größten Bitcoin-Wallets so aggressiv wie seit 2013 nicht mehr. Das Bild, das Bitcoin im späten April 2026 zeichnet, ist widersprüchlich. Und genau das macht es interessant.
Dollar zieht die Fäden
Bitcoins 30-Tage-Korrelation mit dem US-Dollar-Index liegt bei -0,90. Das ist der negativste Wert seit 2022. Rund 81 Prozent der kurzfristigen Kursbewegungen lassen sich statistisch auf Verschiebungen im Dollarindex zurückführen.
Der Versuch, die 80.000-Dollar-Marke zu knacken, scheiterte. Steigende Ölpreise — angeheizt durch Spannungen rund um die Straße von Hormus — verschärften die Finanzierungsbedingungen und weckten Inflationssorgen. Der Dollar erholte sich. Bitcoin gab nach und pendelt aktuell bei rund 77.700 Dollar, knapp neun Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Derivate kühlen ab
Die Futures-Daten senden ein klares Signal. Das offene Interesse an Bitcoin-Futures sank binnen 24 Stunden um mehr als sechs Prozent auf 744.300 BTC. Trader bauen Hebelpositionen ab.
Negative Funding Rates und eine anhaltende Nachfrage nach Absicherungen im Optionsmarkt zeigen: Die Stimmung ist defensiv. Bitcoins implizite 30-Tage-Volatilität fiel auf 42 Prozent — den niedrigsten Stand seit Ende Januar. Das deutet auf ein Marktumfeld hin, das eher auf Abwarten als auf Aufbruch eingestellt ist.
Kein Wunder, dass selbst starke ETF-Zuflüsse den Kurs nicht beflügeln.
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Bitcoin Core 31.0: Das größte technische Update seit Jahren
Abseits der Kursdiskussion ereignete sich am 20. April ein technischer Einschnitt. Bitcoin Core v31.0 wurde offiziell veröffentlicht.
Das Herzstück des Updates ist das sogenannte Cluster Mempool. Es organisiert unbestätigte Transaktionen in strukturierte Gruppen von bis zu 64 Transaktionen oder 101 Kilobyte. Das ersetzt eine Architektur, die Bitcoin-Nodes seit den Anfangstagen nutzen. Für Nutzer bedeutet das: präzisere Gebührenschätzungen und weniger steckengebliebene Transaktionen.
Hinzu kommt Privatsphäre-Schutz auf Netzwerkebene. Nodes können Transaktionen künftig ausschließlich über Tor oder I2P senden. Die IP-Adresse berührt dabei nie das offene Internet. Ferner steigt der Standard-Datenbank-Cache auf 1.024 MiB — mehr als doppelt so viel wie bisher.
Wale kaufen, Retail zweifelt
Die größten Bitcoin-Wallets haben in den vergangenen 30 Tagen rund 270.000 BTC akkumuliert. Die Börsenlagerbestände liegen auf einem Sieben-Jahres-Tief. Das institutionelle Interesse ist real — aber es trifft auf ein verunsichertes Retail-Umfeld. Google-Suchanfragen nach „Bitcoin bear market“ erreichten den höchsten Stand seit fünf Jahren.
Anthony Scaramucci von SkyBridge erwartet eine spürbare Erholung frühestens im Oktober oder November. Er verweist auf den Vier-Jahres-Halbierungszyklus und darauf, dass erfahrene Halter die ETF-getriebene Nachfrage zum Verkauf nutzen.
Auf politischer Ebene könnte ein weiterer Katalysator folgen: Das Weiße Haus soll die Architektur einer strategischen Bitcoin-Reserve in den kommenden Wochen vorstellen — ein Vorhaben, das nach dem Vorbild der Goldreserven konzipiert ist und von der Verabschiedung anderer Krypto-Regulierungsgesetze im Kongress abhängt.
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