Bitcoin Depot Aktie: Absturz von 48 Dollar auf 49 Cent
Bitcoin Depot wurde nach Chapter-11-Insolvenz von der Nasdaq genommen. Die Aktie notiert nun außerbörslich bei 0,49 US-Dollar.

Kurz zusammengefasst
- Nasdaq-Delisting nach Insolvenzantrag
- Aktie stürzt auf 0,49 US-Dollar ab
- Umsatz bricht um 49 Prozent ein
- Regulatorische Auflagen belasten Geschäftsmodell
Bitcoin Depot ist Geschichte an der Nasdaq. Der einst größte Bitcoin-ATM-Betreiber Nordamerikas wurde nach seiner Chapter-11-Insolvenz von der Börse genommen. Die Aktie des Atlantaer Unternehmens handelt jetzt außerbörslich – zu einem Bruchteil ihres früheren Werts.
Nasdaq-Rauswurf besiegelt
Die offizielle Streichung aus dem Nasdaq Composite Index erfolgte am 26. Mai 2026, acht Tage nach der Insolvenzanmeldung beim zuständigen Gericht im Southern District of Texas. Seitdem läuft der Handel über den OTC-Markt unter dem Kürzel BTMC.Q. Die Aktie notierte zuletzt bei rund 0,49 US-Dollar – ein Absturz vom 52-Wochen-Hoch bei 48,16 US-Dollar.
Das Unternehmen war erst 2023 an die Börse gegangen.
Regulatorische Zange
Die Geschäftsleitung führt den Zusammenbruch auf ein zunehmend feindliches regulatorisches Umfeld zurück. CEO Alex Holmes, der erst Ende März 2026 die Führung übernommen hatte, bezeichnete das bisherige Geschäftsmodell als nicht mehr tragfähig. Die Auflagen seien zu hoch.
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Konkret stehen Krypto-ATM-Betreiber wachsenden Haftungsrisiken durch Betrugsfälle gegenüber. Die Generalstaatsanwälte von Massachusetts und Iowa haben Klagen eingereicht, die Bitcoin Depot eine Mitschuld an krypto-basiertem Betrug vorwerfen. Kalifornien verschärfte die Lage zusätzlich: Das Gesetz SB401 begrenzt tägliche Bitcoin-ATM-Transaktionen auf 1.000 US-Dollar – ein harter Einschnitt für das Geschäftsmodell.
Finanzieller Kollaps
Die Bilanz spricht eine klare Sprache. Im ersten Quartal 2026 brach der Umsatz um 49 Prozent zum Vorjahr ein. Das Unternehmen rutschte von 12,2 Millionen US-Dollar Gewinn tief in die roten Zahlen – ein Verlust von 9,5 Millionen US-Dollar stand am Ende.
Das Chapter-11-Verfahren umfasst 16 Tochtergesellschaften. Die Verbindlichkeiten werden auf 10 bis 50 Millionen US-Dollar geschätzt. Die insgesamt rund 9.700 Kioske wurden bereits vom Netz genommen, der Verkauf der Vermögenswerte läuft. Bitcoin Depot existiert als börsennotiertes Unternehmen nicht mehr – übrig bleibt ein Abwicklungsfall unter Gläubigeraufseht.
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