Bitcoin startet verhalten in das Jahr 2026 und kämpft mit der psychologisch wichtigen Marke von 90.000 US-Dollar. Doch der Schein trügt: Während die Volatilität auf ein Tief sinkt, deuten technische Indikatoren auf einen baldigen, dynamischen Ausbruch hin. Gleichzeitig müssen Anleger widersprüchliche Signale aus massiven ETF-Abflüssen und positiven regulatorischen Entwicklungen einordnen.
Ruhe vor dem Ausbruch?
Die aktuelle Handelsspanne könnte trügerisch sein. Ein Blick auf die Bollinger-Bänder – ein klassischer Indikator für Volatilität – zeigt eine Verengung, wie sie seit Juli nicht mehr zu beobachten war. Historisch betrachtet folgt auf eine solche „Squeeze“-Phase oft eine heftige Kursbewegung, deren Richtung allerdings noch offen ist. Beim letzten vergleichbaren Szenario schwankte der Kurs anschließend massiv und kletterte in der Spitze bis auf über 126.000 US-Dollar, bevor die aktuelle Korrektur einsetzte. Aktuell notiert der Bitcoin rund 29 Prozent unter diesem Rekordhoch.
Warnsignale durch ETF-Abflüsse
Auf der Gegenseite mahnen die Kapitalflüsse zur Vorsicht. Die US-Spot-ETFs verzeichneten im November und Dezember Nettoabflüsse von über 4,57 Milliarden US-Dollar. Das ist die schlechteste Phase seit ihrem Debüt Anfang 2024. Allein im Dezember wurden über eine Milliarde US-Dollar abgezogen.
Analysten werten dies jedoch nicht zwingend als Panikverkauf. Vielmehr scheint es sich um eine Marktbereinigung zu handeln, bei der kurzfristig orientierte Anleger („Weak Hands“) zum Jahresende ausgestiegen sind, während langfristige Investoren das Angebot aufnehmen. Ein Indiz dafür sind die sinkenden Bestände auf den Krypto-Börsen, was den Verkaufsdruck tendenziell mindert.
Regulatorischer Rückenwind und Großinvestoren
Fundamental erhält der Markt Unterstützung durch ein sich aufhellendes regulatorisches Umfeld in den USA. Der „GENIUS Act“ und beschleunigte Genehmigungsverfahren der SEC für neue Krypto-Produkte sorgen für Optimismus. Bitwise prognostiziert, dass 2026 über 100 neue Krypto-ETFs auf den Markt kommen könnten.
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Zudem stützen Großinvestoren den Kurs: Der Stablecoin-Emittent Tether setzte seine Strategie fort und kaufte weitere Bitcoin im Wert von knapp 800 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen hält nun über 96.000 Einheiten der Kryptowährung.
Unterschiedliche Szenarien für 2026
Die Expertenmeinungen für das laufende Jahr gehen weit auseinander:
* Bullish: Institute wie Standard Chartered und Bernstein halten Kursziele von rund 150.000 US-Dollar bis zum Jahresende für realistisch.
* Bearish: Strategen von Bloomberg Intelligence warnen vor einem möglichen Rückfall auf 50.000 US-Dollar im Zuge einer breiteren Marktkorrektur bei Risiko-Assets.
Kurzfristig rechnen Analysten von Bitfinex damit, dass das erste Quartal 2026 vor allem der Konsolidierung dienen wird, um die Volatilität des Vorjahres zu verarbeiten. Erst im zweiten Quartal könnte – abhängig von den makroökonomischen Bedingungen – neues Aufwärtsmomentum entstehen.
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