Bitcoin: Mining-Difficulty springt um 7,2 Prozent
Das Bitcoin-Netzwerk erhöht die Mining-Difficulty um 7,2 Prozent. Miner stehen durch fallende Kurse und niedrige Gebühren unter Druck.

Kurz zusammengefasst
- Netzwerk-Difficulty steigt auf 133,87 Billionen
- Miner finden Blöcke schneller als vorgesehen
- Bitcoin-Kurs fällt auf 59.700 US-Dollar
- Niedrige Transaktionsgebühren belasten Miner
Mitten in einer anhaltenden Schwächephase hat das Bitcoin-Netzwerk seinen Schwierigkeitsgrad deutlich angehoben. Am 27. Juni 2026 stieg die Mining-Difficulty auf 133,87 Billionen — ein Plus von rund 7,2 Prozent gegenüber dem vorherigen Niveau von 124,93 Billionen. Für Miner wird es damit wieder teurer, neue Blöcke zu finden.
Kurze Erholung für Miner ist vorbei
Der Anstieg kehrt einen Trend um, der erst wenige Wochen alt ist. Am 14. Juni hatte das Netzwerk die Difficulty um gut zehn Prozent gesenkt — der zweitgrößte Rückgang des Jahres 2026. Diese Erleichterung galt als Reaktion auf Stress im Mining-Sektor. Der sogenannte Hashprice, also die Vergütung pro Rechenleistung, war zwischenzeitlich auf unter 30 US-Dollar je Petahash pro Tag gefallen. Zuletzt erholte er sich auf rund 32 Dollar.
Nun dreht das Netzwerk wieder. Die neue Epoche begann um 02:00 Uhr UTC an Block 955.584. Das nächste Retarget ist für den 9. Juli geplant — dann, an Block 957.600, folgt die nächste Anpassung.
Blöcke kommen schneller als geplant
Ein Grund für den Anstieg: Miner finden Blöcke derzeit schneller als das Protokoll vorsieht. Die durchschnittliche Blockzeit liegt aktuell bei 543 Sekunden — das Ziel sind 600 Sekunden. Wenn Blöcke zu schnell kommen, reagiert das Netzwerk mit einer höheren Difficulty. Das ist Mechanik, keine Überraschung.
Allerdings basiert die aktuelle Schätzung für das nächste Retarget noch auf einem kleinen Teil der 2.016-Block-Periode. Die Projektion kann sich bis zum 9. Juli noch deutlich verschieben.
Miner unter Druck, Gebühren bleiben niedrig
Höhere Difficulty trifft Miner in einem ungünstigen Umfeld. Der Bitcoin-Kurs notiert bei rund 59.700 US-Dollar — rund 52 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 126.080 Dollar. Seit Jahresbeginn hat Bitcoin fast ein Drittel seines Werts verloren. Der RSI liegt bei 30,5 und damit knapp an der klassischen Überverkauft-Schwelle.
Hinzu kommt: Der Gebührenmarkt bleibt ruhig. Die Mempool-Untergrenze liegt bei einem Satoshi pro virtuellem Byte. Das bedeutet, Miner verdienen kaum Transaktionsgebühren obendrauf — sie sind fast vollständig auf die Blocksubvention angewiesen.
Die Kombination aus steigender Difficulty und niedrigen Gebühren drückt die Margen. Wer mit höheren Energiekosten oder älterer Hardware arbeitet, gerät in dieser Konstellation schnell unter Wasser.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 27. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...