Bitcoin: Quanten-Spaltung!
Ein Vorschlag zum Schutz vor Quantencomputern droht, Millionen alter Bitcoin-Bestände dauerhaft zu sperren und spaltet die Entwickler-Community. Citi sieht Chancen für institutionelle Portfolios.

Kurz zusammengefasst
- Quantencomputer bedrohen über 8 Millionen Bitcoin
- BIP-361 könnte 1,7 Millionen Coins für immer sperren
- Hoskinson kritisiert Plan als versteckten Hard Fork
- Citi-Studie empfiehlt Bitcoin-Gold-Mix für Portfolios
Bitcoins Entwickler-Community streitet über eine Frage, die das Netzwerk in seinen Grundfesten treffen könnte: Wie schützt man die älteste Kryptowährung vor Quantencomputern — ohne dabei Millionen von Coins dauerhaft zu vernichten?
BIP-361: Der Plan, der spaltet
Der Vorschlag BIP-361 würde Bitcoin-Inhaber zwingen, ihre Coins in quantenresistente Adressen zu migrieren. Wer das nicht tut, riskiert, dass seine Bestände dauerhaft eingefroren werden. Hintergrund ist ein Google-Bericht, der warnt: Eine leistungsstarke Quantenmaschine könnte Bitcoins aktuelle Kryptographie schneller knacken als bisher gedacht. Einige Beobachter nennen 2029 als kritische Deadline.
Das Ausmaß der Verwundbarkeit ist erheblich. Per 1. März 2026 tragen mehr als 34 Prozent aller Bitcoin-Bestände exponierte öffentliche Schlüssel on-chain — rund 8 Millionen BTC, die ein Quantenangreifer theoretisch leeren könnte.
Hoskinson gegen Lopp
Cardano-Gründer Charles Hoskinson greift BIP-361 scharf an. Er nennt den Vorschlag einen „Hard Fork in Disguise“ — falsch als Soft Fork charakterisiert und unvereinbar mit Bitcoins Anti-Hard-Fork-Kultur. Sein zentrales Argument: Der eingebaute Zero-Knowledge-Mechanismus kann rund 1,7 Millionen ältere Coins nicht schützen. Darunter etwa eine Million Coins, die Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden. Diese entstanden vor der Existenz von BIP-39-Seed-Phrasen und wären nach BIP-361 dauerhaft unspendierbar.
Hoskinson sieht Bitcoin damit vor einem Dilemma: Entweder lässt man einen Quantenangreifer anfällige Adressen plündern und die Coins auf den Markt werfen. Oder man erzwingt einen Hard Fork, der 1,7 Millionen BTC für immer sperrt.
BIP-361-Mitautor Jameson Lopp räumt offen ein, den Vorschlag selbst nicht zu mögen. Er bezeichnet ihn als groben Notfallplan, keine fertige Spezifikation. Sein Argument: Eingefrorene ruhende Coins — er schätzt sie auf 5,6 Millionen BTC — seien einem Quantenangreifer vorzuziehen, der sie zurückholt und verkauft. Bitcoin-Entwickler Adam Back plädiert unterdessen für einen anderen Weg: jetzt optional quantenresistente Features aufbauen, ohne Zwangsmaßnahmen.
Citi und der Markt
Abseits der technischen Debatte liefert eine Citi-Studie frische Argumente für Bitcoin in institutionellen Portfolios. Eine Kombination aus Gold und Bitcoin steigerte die Effizienz eines klassischen Anleihe-Aktien-Portfolios über zehn Jahre. Citi-Analyst Alex Saunders hebt hervor, dass Bitcoin in geopolitischen Stressphasen und schwachen Anleihemärkten häufig besser als Gold abschneidet.
Am Markt notiert Bitcoin aktuell bei rund 75.300 Dollar — knapp unter der technisch kritischen Marke von 76.000 Dollar, an der On-Chain-Daten einen starken Anstieg der Exchange-Zuflüsse größerer Halter zeigen. Viele verkaufen nahe ihrem Einstandspreis. US-Spot-Bitcoin-ETFs haben inzwischen mehr als 56 Milliarden Dollar eingesammelt und gelten als stabiles Nachfragefundament.
Ob BIP-361 jemals umgesetzt wird, hängt von einem breiten Konsens ab. In Bitcoins informellem Governance-Modell kann das Jahre dauern — und genau das ist für Hoskinson der eigentliche Kern des Problems.
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