Bitcoin: Überschätzte Chancen?

Neue US-Zölle auf Europa lösen Marktunsicherheit aus und drücken den Bitcoin-Kurs um mehrere tausend Dollar. Hebelwetten verstärken den Absturz durch massive Zwangsliquidierungen.

Dieter Jaworski ·
Bitcoin Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Kursverlust von fast 4.000 US-Dollar binnen Stunden
  • Über 500 Millionen Dollar an Long-Positionen liquidiert
  • US-Zölle auf europäische Waren als Auslöser
  • Goldpreis erreicht neues Allzeithoch

Bitcoin hat einen schweren Start in die Woche erwischt. Binnen weniger Stunden sackte der Kurs um fast 4.000 Dollar ab – Auslöser waren neue US-Zölle auf europäische Waren, die Unsicherheit in die globalen Märkte brachten. Die größte Kryptowährung der Welt rutschte von rund 95.500 Dollar auf ein Tagestief von 91.935 Dollar. Aktuell notiert Bitcoin bei etwa 92.600 Dollar, ein Minus von 2,5 Prozent innerhalb von 24 Stunden.

Hebelwetten verstärken den Absturz

Der Preisrutsch löste eine Kettenreaktion am Derivatemarkt aus. Innerhalb von nur 60 Minuten wurden Long-Positionen im Wert von über 500 Millionen Dollar liquidiert – insgesamt belief sich das Volumen aller ausradierten Long-Wetten nach einigen Schätzungen auf bis zu 680 Millionen Dollar über 24 Stunden hinweg. Diese Zwangsliquidierungen zeigen, wie stark gehebelte Positionen Kursschwankungen bei Bitcoin verstärken können.

Daten großer Börsen bestätigen den Abwärtstrend. Auf Binance fiel Bitcoin zunächst unter die Marke von 93.000 USDT, kurz darauf unter 92.000 USDT. Parallel dazu kletterte der Goldpreis auf ein neues Allzeithoch von etwa 4.670 Dollar – ein klassisches Zeichen dafür, dass Investoren in unsicheren Zeiten Zuflucht in traditionell sicheren Häfen suchen. Die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold erreichte den höchsten Stand seit Oktober 2025.

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Zollstreit belastet Märkte

Hintergrund der Marktturbulenzen ist die Ankündigung neuer US-Zölle in Höhe von zunächst 10 Prozent auf Waren aus acht europäischen Ländern, die ab dem 1. Februar greifen sollen. Laut US-Regierung könnten diese Zölle später auf bis zu 25 Prozent steigen. Europäische Staats- und Regierungschefs warnten vor einer „gefährlichen Abwärtsspirale“ im transatlantischen Handel. Diese geopolitische Unsicherheit dürfte die Finanzmärkte in den kommenden Wochen weiter beschäftigen.

Während Bitcoin unter Druck steht, zeigten einige Privacy-Coins eine Gegenbewegung – ein Hinweis darauf, dass Kapital innerhalb des Krypto-Marktes umgeschichtet wird. Ethereum verzeichnete ebenfalls deutliche Verluste. Für Bitcoin-Investoren bleibt nun entscheidend, ob die makroökonomischen Spannungen weiter zunehmen oder ob sich die Lage beruhigt. Die nächsten Handelstage dürften zeigen, ob die 92.000-Dollar-Marke als Unterstützung hält.

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