Bitcoin: Wale kaufen 270.000 Coins

Großanleger nutzen niedrige Kurse für Rekordzukäufe von Bitcoin. Politische Unterstützung und Zinssignale treiben die Erholung an.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung von großen Bitcoin-Transaktionen, symbolisiert durch digitale Datenströme und leuchtende Linien, die enorme Mengen an Kryptowährung bewegen. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Wale kaufen 270.000 Bitcoin in zwei Wochen
  • Kurs erholt sich auf über 61.000 US-Dollar
  • Trump bekräftigt Unterstützung für Kryptomarkt
  • Schwacher Arbeitsmarkt erhöht Zinssenkungschancen

Im Juni flohen Investoren in Scharen aus Bitcoin-ETFs. Die Folge: Der Kurs stürzte ab. Jetzt wendet sich das Blatt. Großanleger nutzen das gesunkene Preisniveau für massive Zukäufe. Flankiert von politischen Unterstützern wie US-Präsident Donald Trump stabilisiert sich der Markt wieder.

Wale kaufen gegen den Trend

Der Juni war ein historisch schwacher Monat für die Kryptowährung. US-Spot-ETFs verzeichneten beispiellose Abflüsse von 4,5 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil davon entfiel auf das Finanzprodukt von BlackRock.

Parallel dazu formierte sich ein starkes Gegengewicht auf der Blockchain. Sogenannte Wale akkumulierten in den letzten beiden Juni-Wochen rund 270.000 Bitcoin. Dieses aggressive Kaufverhalten markiert das schnellste Tempo des Jahres. Der tiefe Fall auf das 52-Wochen-Tief von 57.945 US-Dollar lockte offensichtlich Schnäppchenjäger an.

Trump stützt den Markt

Unterstützung kommt auch aus Washington. US-Präsident Donald Trump verteidigte in einem Fernsehinterview seine Haltung zu digitalen Assets. Er bekannte sich erneut zur 2025 eingerichteten strategischen Bitcoin-Reserve der USA.

Seine Familie verdiente mit Kryptowährungen bis zum vergangenen Jahr mindestens 1,2 Milliarden US-Dollar. Trumps Aussagen wirkten wie ein psychologischer Boden für den Markt. Aktuell notiert Bitcoin wieder bei 61.487 US-Dollar. Auf Wochensicht bedeutet das ein Plus von knapp drei Prozent.

Arbeitsmarkt und neues Gesetz

Ein schwacher US-Arbeitsmarkt treibt den Kurs zusätzlich an. Im Juni entstanden lediglich 57.000 neue Stellen. Ökonomen hatten fast doppelt so viele erwartet. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September fiel daraufhin auf 50 Prozent. Niedrigere Zinsen machen Bitcoin traditionell attraktiver.

Die Blicke richten sich nun auf den CLARITY Act. Dieser Gesetzentwurf soll die Aufsicht über Kryptowährungen künftig an die Handelskommission CFTC übertragen. Technische Analysten werten das Gesetz als Auslöser für weitere institutionelle Käufe. Eine Verabschiedung würde Banken und Vermögensverwaltern klare rechtliche Leitplanken bieten.

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