Bitcoin: Zuversichtlicher Anstieg

Bitcoin konsolidiert bei rund 91.300 US-Dollar zwischen starkem Support und Widerstand. Institutionelle Käufer und ETFs absorbieren Miner-Verkäufe, während eine MSCI-Entscheidung Unsicherheit beseitigt.

Kurz zusammengefasst:
  • Kurs pendelt in enger Handelsspanne
  • Langfristige Investoren stocken Bestände auf
  • MSCI schließt Bitcoin-Firmen nicht aus
  • ETF-Zuflüsse wirken Verkaufsdruck entgegen

Bitcoin verharrt in einer spannenden Zwischenphase. Nach einem Anlauf in Richtung 95.000 US‑Dollar in dieser Woche pendelt der Kurs nun in einer engen Spanne – zwischen hartnäckigem Widerstand und wichtigem Support. Im Hintergrund prallen zwei Kräfte aufeinander: langfristige Käufer bauen Positionen aus, während Miner weiter Kasse machen.

Enge Spanne, abgekühlte Stimmung

Der Bitcoin-Kurs liegt aktuell bei rund 91.342 US‑Dollar. Damit notiert die Kryptowährung nur leicht über ihrem 50‑Tage-Durchschnitt und knapp 8 % über dem jüngsten 52‑Wochen-Tief, aber deutlich unter dem Hoch des vergangenen Jahres.

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Charttechnisch verdichtet sich die Lage: Auf der Oberseite deckelt ein Widerstand im Bereich um 94.700 bis 95.000 US‑Dollar den Kurs. Auf der Unterseite gilt die Marke von 91.000 US‑Dollar als zentrale Unterstützung. Die Handelsspanne wird enger, die Volatilität (30 Tage annualisiert) liegt bei moderaten 23 %.

Auch die Stimmung hat sich normalisiert. Der vielbeachtete Crypto Fear & Greed Index ist aus dem Euphorie-Modus zurück in den neutralen Bereich gerutscht. Der Markt verarbeitet die jüngsten Schwankungen, ohne in Panik zu verfallen – aber auch ohne klare Trenddynamik.

On-Chain-Daten: Käufer gegen Miner

Langfristige Adressen nutzen den Rücksetzer

On-Chain-Daten aus der ersten Januarwoche zeigen eine deutliche Aufteilung im Netzwerk. Auf der einen Seite stehen „Accumulator Addresses“ – Wallets, die historisch eher kaufen und halten. Diese Adressen haben in nur sechs Tagen netto rund 60.000 BTC zu ihren Beständen hinzugefügt.

Das deutet darauf hin, dass vor allem institutionelle und vermögende Anleger den Rücksetzer nutzen, um ihre Bitcoin-Positionen aufzustocken. Die Nachfrage auf dieser Seite des Marktes bleibt also klar intakt.

Miner-Verkäufe lassen nach

Auf der anderen Seite stehen die Miner. Sie haben zuletzt etwa 33.000 BTC an Börsen transferiert – typischerweise, um laufende Kosten zu decken oder Hardware zu erneuern. Dieser zusätzliche Verkaufsdruck hat die Erholung nach dem Test der 95.000‑US‑Dollar-Zone gebremst.

Gleichzeitig sendet ein wichtiges on-chain Signal Entspannung: Der sogenannte Hash‑Ribbon‑Indikator, der Phasen von Minerkapitulation und anschließender Erholung abbildet, hat jüngst ein „Buy“-Signal geliefert. Historisch weist das häufig darauf hin, dass die belastende Kapitulationsphase ihrem Ende zugeht und sich die Hashrate stabilisiert, weil ineffiziente Miner aus dem Markt gedrängt wurden.

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Institutionelle Signale: MSCI und Firmenkassen

MSCI-Entscheidung nimmt Druck von „Bitcoin-Firmen“

Auf der institutionellen Ebene gab es diese Woche einen wichtigen strukturellen Schritt. Der Indexanbieter MSCI hat am 7. Januar entschieden, Unternehmen mit großen Digital-Asset-Beständen nicht aus seinen globalen Aktienindizes auszuschließen.

Damit ist eine Unsicherheit für sogenannte „Digital Asset Treasury Companies“ (DATCOs) vom Tisch. Wäre es zu einem Ausschluss gekommen, hätten passive Fonds, die MSCI-Indizes abbilden, gezwungen sein können, entsprechende Aktien zu verkaufen. Diese Gefahr ist nun vorerst gebannt.

Direkter Profiteur ist MicroStrategy, der größte börsennotierte Bitcoin-Halter. Das Unternehmen hat seine Strategie konsequent fortgesetzt und jüngst weitere 1.287 BTC für rund 116 Millionen US‑Dollar gekauft. Insgesamt hält MicroStrategy nun 673.783 BTC und bleibt damit ein zentraler Stellvertreter für institutionelles Bitcoin-Engagement.

ETF-Zuflüsse stützen den Markt

Die US‑Spot‑Bitcoin‑ETFs spielen weiterhin eine Schlüsselrolle für die Liquidität im Markt. Trotz der Konsolidierungsphase verzeichnen die Produkte anhaltende Zuflüsse.

  • In mehreren Handelssitzungen lagen die Nettozuflüsse bei bis zu 690 Millionen US‑Dollar pro Tag.
  • Besonders Fonds wie der iShares Bitcoin Trust (IBIT) und der Bitwise Bitcoin ETF (BITB) melden stabile Handelsvolumina.

Diese Käufe wirken einem Teil des Verkaufsdrucks der Miner entgegen. Gleichzeitig verankern sie den Bereich um 90.000 bis 91.000 US‑Dollar als Zone, in der institutionelles Interesse besonders ausgeprägt ist. Aus Marktsicht ist das ein Hinweis auf eine solide Nachfragebasis unterhalb der aktuellen Kurse.

Fazit: Spannungsfeld zwischen Angebot und Nachfrage

Bitcoin steckt aktuell zwischen starkem Support und spürbarem Widerstand fest. Auf der Angebotsseite lasten die jüngsten Miner-Verkäufe weiter auf dem Markt, auch wenn on-chain Signale wie der Hash‑Ribbon auf ein Auslaufen der Kapitulationsphase hindeuten. Dem gegenüber stehen kräftige Zuflüsse von Langfristinvestoren und Spot‑ETFs, die zusammen über 60.000 BTC an zusätzlicher Nachfrage absorbiert haben.

Mit der MSCI-Entscheidung ist zudem ein wichtiger regulatorischer Unsicherheitsfaktor für Bitcoin-lastige Unternehmen beseitigt. In Summe spricht die Kombination aus nachlassendem Minerdruck, anhaltender institutioneller Nachfrage und stabiler Unterstützungszone dafür, dass die aktuelle Konsolidierung die Ausgangsbasis für den nächsten größeren Kursschritt bildet – ob dieser dann den Weg in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 100.000 US‑Dollar freimacht, hängt maßgeblich von einem nachhaltigen Ausbruch über die Widerstandszone um 95.000 US‑Dollar ab.

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