Bitcoin: Zwischen Krieg, Fed und Institutionen

Der Bitcoin-Kurs wird von geopolitischen Spannungen, der Fed-Sitzung und einem institutionellen Akkumulationswettlauf beeinflusst, während On-Chain-Daten auf verhaltene Käufe hindeuten.

Kurz zusammengefasst:
  • Geopolitische Spannungen treiben Ölpreis und Bitcoin-Kurs
  • Fed-Entscheidung als nächster Belastungstest für Kryptomarkt
  • BlackRock und Strategy im Wettlauf um Bitcoin-Reserven
  • On-Chain-Daten zeigen verhaltene Käufe trotz Knappheit

Drei Kräfte bestimmen gerade den Bitcoin-Markt: ein eskalierender Nahostkonflikt, eine Fed-Sitzung mit ungewissem Ausgang und ein milliardenschweres Akkumulationsrennen zwischen BlackRock und Strategy. Dass Bitcoin dabei trotzdem oberhalb von 70.000 Dollar notiert, ist keine Selbstverständlichkeit.

Der Ölpreis als heimlicher Taktgeber

Als die USA und Israel Ende Februar gemeinsame Angriffe auf den Iran starteten, fiel Bitcoin innerhalb weniger Stunden von 70.000 auf unter 63.000 Dollar. Die iranische Gegenwehr – Raketenangriffe auf Israel, US-Stützpunkte und die Schließung der Straße von Hormus – trieb Rohöl kurzzeitig auf über 119 Dollar je Barrel.

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Seitdem hat sich ein enger Gleichlauf zwischen Ölpreis und Bitcoin-Kurs etabliert. Als der Ölpreis in dieser Woche um drei Dollar nachgab, sprang Bitcoin prompt wieder über 70.000 Dollar. Die Marke von 73.000 bis 74.000 Dollar hat den Kurs in den vergangenen zwei Wochen viermal abgewiesen – ein hartnäckiger Widerstand, der bislang nicht gebrochen wurde.

FOMC: Der nächste Belastungstest

Am 17. und 18. März tagt die US-Notenbank. Der Markt erwartet mit über 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine unveränderte Leitzinsspanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Entscheidender als die Zinsentscheidung selbst dürften der Dot Plot und Jerome Powells Pressekonferenz werden.

Die historische Bilanz ist ernüchternd: Nach sieben von acht FOMC-Sitzungen im Jahr 2025 verlor Bitcoin an Wert. Seit dem Start der Spot-Bitcoin-ETFs reagiert der Kurs unmittelbar auf Zinserwartungen – mehr als 55 Milliarden Dollar an kumulierten ETF-Zuflüssen haben Bitcoin fest in institutionelle Portfoliomodelle eingebettet.

BlackRock gegen Strategy

Parallel dazu läuft ein Rennen um die größten Bitcoin-Reserven. BlackRocks iShares Bitcoin Trust hält aktuell 779.504 BTC, Strategy Inc. kommt auf 738.731 BTC – ein Abstand von rund 40.700 Bitcoin. Letzte Woche kaufte Strategy weitere 17.994 BTC für rund 1,28 Milliarden Dollar zu einem Durchschnittspreis von 70.946 Dollar je Coin.

Die Kaufmethoden unterscheiden sich grundlegend: Strategy finanziert seine Käufe über Wandelanleihen und eigenkapitalbezogene Instrumente, während BlackRocks Käufe direkt an ETF-Zuflüsse gekoppelt sind. Am 13. März verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs Nettozuflüsse von 180,4 Millionen Dollar – davon allein 143,6 Millionen über BlackRocks IBIT. Es ist die erste zweiwöchige Zufluss-Serie seit fast fünf Monaten, nach einem Abfluss-Trend von über 3,8 Milliarden Dollar.

On-Chain-Signale: Knappheit, aber kein Kaufrausch

Der Anteil der auf Börsen gehaltenen Bitcoin ist auf 5,8 Prozent des Gesamtangebots gesunken – den niedrigsten Stand seit November 2017. Gleichzeitig zeigen On-Chain-Daten von Glassnode, dass die Akkumulation im aktuellen Kursbereich zwischen 62.000 und 72.000 Dollar im historischen Vergleich verhalten ausfällt. Eine breite Dip-Buying-Welle, die frühere Rallys angetrieben hat, ist bislang ausgeblieben.

Auffällig ist zudem, dass die durchschnittliche Funding Rate in Perpetual Futures seit 14 aufeinanderfolgenden Tagen negativ ist – der längste solche Zeitraum seit Dezember 2022. Historisch fielen solche Phasen in den vergangenen sieben Jahren regelmäßig mit lokalen Kurstiefs zusammen.

Seit seinem Allzeithoch von 126.230 Dollar Anfang Oktober 2025 hat Bitcoin rund 44 Prozent verloren. Im laufenden Monat März steht ein Plus von etwa acht Prozent zu Buche – sollte dieser Trend halten, wäre es die erste positive Monatsbilanz nach fünf Verlustmonaten in Folge.

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