Bitcoin: Zyklus-Tief im Visier
Bitcoin gewinnt im Oktober, während ein historisches Zyklusmuster auf einen möglichen Boden und die Marke von 86.500 Dollar verweist.

Kurz zusammengefasst
- Zyklusvergleich legt möglichen Wendepunkt nahe
- Bitcoin steigt am Sonntag gut zwei Prozent
- Ethereum gewinnt binnen 30 Tagen über elf Prozent
- Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen 134 Millionen Dollar Zufluss
Der Oktober beginnt für Bitcoin freundlich. Zusätzlich liefert die Chartgeschichte der Krypto-Szene ein Datum, auf das viele heute schauen: Nach dem Rhythmus der vergangenen Zyklen könnte der Boden genau jetzt erreicht sein.
Zyklusmuster als Orientierung
Das Allzeithoch datiert vom 6. Oktober 2025. In den beiden letzten Zyklen vergingen exakt 364 Tage vom Top bis zum Tief. Überträgt man dieses Muster, fiele die Wende auf den heutigen Montag. Marktbeobachter argumentieren: Bleiben größere negative Ereignisse aus, müssten die letzten Skeptiker kapitulieren.
Ein Naturgesetz ist das nicht. Zwei Zyklen liefern eine dünne Datenbasis, und die Analogie funktioniert nur, solange das Marktumfeld mitspielt.
Gewinne breiten sich aus
Bitcoin stieg am Sonntag um gut zwei Prozent auf 86.500 Dollar. Auf Monatssicht steht ein Plus von rund 8,6 Prozent. Ethereum legte in 30 Tagen sogar über elf Prozent zu und notiert bei 2.720 Dollar.
Bei den Altcoins liefen vor allem Protokolle mit echten Einnahmen, etwa Pump.fun und LayerZero mit Zuwächsen zwischen 20 und 26 Prozent. Viele dieser Projekte betreiben Rückkaufprogramme. Zuletzt hatte die US-Börsenaufsicht SEC klargestellt, dass ein Rückkauf eigener Token diese nicht automatisch zum Wertpapier macht, sofern das Netzwerk funktioniert.
Die ETF-Zuflüsse fielen derweil moderat aus. Spot-Bitcoin-Fonds sammelten am Donnerstag und Freitag zusammen gut 134 Millionen Dollar ein. Das ist ein Zwei-Tages-Zufluss nach einem Abfluss von knapp 149 Millionen Dollar im September. Weil es eine der ruhigeren ETF-Wochen des Monats war, vermuten Beobachter eher krypto-native Anleger hinter dem Anstieg als große Institutionen.
Makro bleibt Gegenwind
Das Umfeld ist alles andere als sorgenfrei. Steigende Zinsen und hartnäckige Inflation belasten Anleihen, der US-Dollar hat zugelegt, Gold geriet unter Druck. Bitcoin profitierte laut Marktanalysen zuletzt von Zuflüssen in börsengehandelte Produkte und hob sich damit vom Edelmetall ab.
Kurzfristig zählt daher, ob die Marke von 86.500 Dollar in den kommenden Tagen hält. Gelingt das, wäre der Test des Zyklusmusters bestanden. Fällt Bitcoin dagegen deutlich zurück, verliert die Erzählung vom Tief am 364. Tag ihre Grundlage.
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