Bitfarms zieht einen klaren Schlussstrich: Das Bitcoin-Mining-Geschäft in Paraguay wird verkauft. Stattdessen will sich das Unternehmen künftig vollständig auf Nordamerika und dort zunehmend auf KI-Infrastruktur konzentrieren. Der Markt reagierte positiv – die Aktie legte am Freitag über 10 Prozent zu.
Deal bringt 30 Millionen Dollar
Die 70-Megawatt-Anlage Paso Pe in Paraguay geht für insgesamt bis zu 30 Millionen US-Dollar an den Sympatheia Power Fund, ein Infrastruktur-Vehikel des singapurischen Managers Hawksburn Capital. Neun Millionen Dollar fließen bereits im ersten Quartal 2026, die restlichen 21 Millionen werden über zehn Monate hinweg abhängig von Performance-Meilensteinen nachgezahlt.
CEO Ben Gagnon bezeichnet die Transaktion als finanziell effizient: „Der Deal bringt geschätzt zwei bis drei Jahre an Free Cashflows nach vorne, die wir 2026 in unsere nordamerikanische HPC- und KI-Infrastruktur reinvestieren können.“
Strategischer Neustart: Von Mining zu KI
Bitfarms verlässt damit nicht nur eine geografisch komplexe Region, sondern vollzieht auch einen fundamentalen Strategiewechsel. Statt weiter auf reines Bitcoin-Mining in Südamerika zu setzen, konzentriert sich das Unternehmen nun zu 100 Prozent auf den nordamerikanischen Markt – und dort zunehmend auf High-Performance Computing und künstliche Intelligenz.
Die Kalkulation dahinter:
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- Höhere Bewertungsmultiples: KI-Infrastruktur-Player werden am Markt deutlich höher bewertet als reine Bitcoin-Miner
- Stabilere Erträge: HPC-Kunden zahlen vertraglich fixierte Kapazitätsgebühren, unabhängig von Bitcoin-Kursen oder Mining-Difficulty
- Sofortige Liquidität: Die neun Millionen Dollar aus dem ersten Tranche stärken die Bilanz ohne Kapitalerhöhung
Dass das Unternehmen eine betriebsbereite 70-MW-Anlage verkauft – normalerweise das wertvollste Asset eines Miners –, zeigt deutlich: Die Management-Prioritäten haben sich verschoben.
Ausblick: Jetzt müssen Taten folgen
Der Abschluss der Transaktion wird innerhalb der nächsten 60 Tage erwartet. Der Erhalt der ersten neun Millionen Dollar dürfte dabei das erste konkrete Signal sein.
Entscheidend wird aber, wie schnell Bitfarms das freigewordene Kapital tatsächlich in KI-Projekte investiert. Das Unternehmen hat 2026 als Übergangsjahr für den Aufbau der HPC-Kapazitäten bezeichnet. Konkrete Kundenverträge oder die Inbetriebnahme von KI-fähigen Standorten in Pennsylvania werden daher die nächsten wichtigen Meilensteine sein, an denen sich die neue Strategie messen lassen muss.
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