Bloom Energy Aktie: 1,2 Gigawatt fest gebunden
Analysten sehen Bloom Energy durch bestehende Vereinbarungen mit Oracle abgesichert; die Aktie legte am Freitag 8,5 Prozent zu.

Kurz zusammengefasst
- Pipelinebau verzögert sich bis Februar 2027
- Oracle-Kooperation umfasst bis zu 2,8 Gigawatt
- 1,2 Gigawatt sind vertraglich gebunden
- Bloom-Energy-Aktie steigt am Freitag 8,5 Prozent
Die vertragliche Bindung an den US-Softwarekonzern Oracle verschafft Bloom Energy trotz kurzfristiger Projektverzögerungen Rückendeckung. Am Donnerstag hatte Oracle eine Klausel wegen höherer Gewalt für das KI-Rechenzentrumsprojekt Jupiter im US-Bundesstaat New Mexico geltend gemacht, da sich der Bau einer Erdgaspipeline bis zum Februar 2027 verzögert. Der geplante Campus soll ein Volumen von 165 Milliarden $ umfassen und Brennstoffzellen von Bloom Energy einsetzen.
Vertragliche Absicherung federt Projektverzögerung ab
Am Freitag traten Analysten Befürchtungen über weitreichende Ausfälle entgegen. David Arcaro von der US-Investmentbank Morgan Stanley stufte die Aktie am Freitag unverändert mit Overweight und einem Kursziel von 310 $ ein. Die Zusammenarbeit beider Konzerne reicht nach Einschätzung des Analysehauses über die Verzögerungen bei Project Jupiter hinaus. Zudem greifen bestehende Vertragsklauseln zum Schutz von Bloom Energy.
Die Kooperation zwischen Oracle und Bloom Energy deckt eine Gesamtkapazität von bis zu 2,8 Gigawatt ab. Davon sind 1,2 Gigawatt vertraglich fest gebunden. An den Finanzmärkten sorgte diese Einordnung für Erleichterung: Die im Handel in Deutschland notierte Aktie beendete den Freitagshandel bei 254,50 Euro, was einem Tagesgewinn von 8,5 Prozent entspricht. Die Marktkapitalisierung belief sich zuletzt auf umgerechnet 68,95 Milliarden Euro.
Juristische Fristen im Fokus
Neben den operativen Bauzeitplänen bei Rechenzentren begleiten rechtliche Themen das Unternehmen. Vor über einem Monat liefen erste Fristen für eine Investoren-Sammelklage an, seither gewann das Papier 14,4 Prozent. Die Kanzleien Kaplan Fox und Bragar Eagel & Squire wiesen auf ein laufendes Verfahren hin, das sich mit Vorwürfen bezüglich der Angaben zu den Geschäftsaussichten sowie der Scandium-Beschaffung über Zwischenhändler in China befasst.
Betroffene Anleger können sich Medienberichten zufolge noch bis zum 28. September 2026 für die Rolle des Hauptklägers bewerben. Für die Marktteilnehmer bleibt entscheidend, ob die vertraglich zugesagten Kapazitäten wie geplant realisiert werden können, sobald die logistischen Hürden an den geplanten Standorten überwunden sind.
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