Bloom Energy Aktie: 20 Milliarden US-Dollar Auftragsbestand
Bloom Energy profitiert vom KI-Boom: Milliarden-Auftragsbestand und Brennstoffzellen-Technologie treiben die Aktie auf Rekordniveau.

Kurz zusammengefasst
- KI-Boom treibt Stromnachfrage
- Brennstoffzellen als Lösung
- Auftragsbestand von 20 Milliarden
- Aktie mit 1.292 Prozent Plus
Künstliche Intelligenz verlangt nach gigantischen Strommengen. Klassische Kraftwerke sind diesem Ansturm kaum gewachsen. Bloom-Energy-Chef KR Sridhar greift die etablierte Energiebranche nun frontal an. Die Börse honoriert diese Kampfansage. Die Aktie kletterte am Donnerstag um über fünf Prozent auf 266,00 Euro.
Veraltete Infrastruktur
Herkömmliche Gasturbinen vergleicht Sridhar mit Pflastern auf einer veralteten Technologie. Der Grund liegt in der Arbeitsweise der KI-Rechner. Diese funktionieren ähnlich wie das menschliche Gehirn. Ihr Energiebedarf schwankt extrem. Stromnetze müssen diese massiven Sprünge oft in Millisekunden ausgleichen.
Mechanische Turbinen reagieren dafür viel zu träge. Außerdem fallen sie wegen regelmäßiger Wartung kalkulierbar aus. Rechenzentren müssen ihre Anlagen deshalb enorm und teuer überdimensionieren.
Brennstoffzellen direkt vor Ort
Sridhar setzt auf modulare Feststoff-Brennstoffzellen. Diese stehen direkt an den Rechenzentren. Bloom nennt diesen Ansatz Edge-Power. Die Anlage umgeht damit langwierige Netzanschlüsse und Behördengänge.
Wie schnell das geht, zeigt ein aktuelles Projekt. Für den Softwarekonzern Oracle baute Bloom in nur 55 Tagen eine Kapazität von 50 Megawatt auf. Tech-Giganten verschaffen sich so einen enormen Tempovorteil. Das schlägt sich in den Büchern nieder. Bloom sitzt auf einem Auftragsbestand von 20 Milliarden US-Dollar.
Gigantische Rally
Die Auftragsflut treibt den Aktienkurs in historische Höhen. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein Plus von atemberaubenden 1.292 Prozent. Sridhar ist durch diesen rasanten Anstieg mittlerweile Milliardär.
Bloom Energy gilt inzwischen als Vorreiter des weltweiten KI-Ausbaus. Auch das Chartbild spricht Bände. Mit dem aktuellen Kurs notiert der Wert weit über der langfristigen Durchschnittslinie von 134,87 Euro. Das bisherige Rekordhoch von Ende Juni bei 308,50 Euro bleibt in greifbarer Nähe.
Harte Zahlen im Juli
Trotz der Euphorie bleibt das Papier extrem schwankungsanfällig. Die kurzfristige Volatilität liegt annualisiert bei rasanten 113 Prozent. Der RSI-Indikator signalisiert mit knapp 54 Punkten derweil eine neutrale Marktsituation.
Die nächste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor. Ende Juli präsentiert das Unternehmen seine Quartalszahlen. Dann wird abgerechnet. Sridhar muss beweisen, dass sich der pralle Auftragsbestand in konkrete Umsätze verwandelt. Bis dahin dürfte die Aktie äußerst sensibel auf jede Schlagzeile reagieren.
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