Bloom Energy Aktie: China-Vorwürfe dementiert
Bloom Energy wehrt sich erfolgreich gegen Vorwürfe zu China-Abhängigkeit. Institutionelle Investoren stocken auf, während KI-Geschäft boomt.

Kurz zusammengefasst
- Unternehmen bestreitet China-Abhängigkeit bei Scandium
- Goldman Sachs erhöht Anteil um 350 Prozent
- Umsatz steigt im Quartal um 130 Prozent
- KI-Rechenzentren als zentraler Wachstumstreiber
Bloom Energy wehrt sich gegen Vorwürfe aus dem Hinterhalt. Ein kritischer Bericht von Leerverkäufern belastete zuletzt den Kurs des Brennstoffzellen-Spezialisten massiv. Im Kern geht es um angebliche Abhängigkeiten von China, die das Unternehmen nun offiziell bestreitet. Anleger reagierten zunächst nervös, schöpfen aber wieder Mut.
Der Streit um die Rohstoffquelle
Hunterbrook Media und Crossroads Capital warfen Bloom vor, Scandium heimlich aus China zu beziehen. Das seltene Metall ist für die Produktion der Brennstoffzellen unverzichtbar. Die Kritiker behaupten, Bloom würde bei einer Jahresproduktion von fünf Gigawatt fast das gesamte Weltangebot aufbrauchen.
Das Unternehmen reagierte umgehend mit einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht. Die Lieferkette hänge nicht von China ab, so die klare Botschaft. Vielmehr reichten die aktuellen Kapazitäten für eine jährliche Leistung von 25 Gigawatt aus. „Kein einzelner Lieferant bestimmt unser Schicksal“, betonte COO Satish Chitoori.
Institutionelle Investoren nutzen den Rücksetzer
Analysten der Investmentbank Baird bleiben gelassen und bestätigten ihr Kursziel von 310 Dollar. Sie sehen in den Scandium-Berichten kein strukturelles Risiko für das Geschäftsmodell. Parallel dazu bauten große Finanzhäuser ihre Positionen deutlich aus.
Goldman Sachs erhöhte seine Beteiligung im ersten Quartal 2026 um 350 Prozent. Inzwischen befinden sich über 77 Prozent der Anteile in institutioneller Hand. Das Vertrauen der Profis scheint trotz der Vorwürfe ungebrochen zu sein.
KI-Boom befeuert das Wachstum
Das Geschäft mit Rechenzentren für Künstliche Intelligenz bleibt der wichtigste Wachstumstreiber. Bloom erweiterte dafür jüngst einen Finanzrahmen mit Brookfield auf 25 Milliarden Dollar. Der Tech-Riese Oracle plant bereits Systeme mit einer Leistung von 2,8 Gigawatt.
Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 130 Prozent auf 751 Millionen Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Gewinn deutlich. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand Erlöse von bis zu 3,8 Milliarden Dollar an.
Trotz des jüngsten Kursrückgangs auf 215,50 Euro steht die Aktie seit Jahresbeginn rund 156 Prozent im Plus. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei gut 60 Milliarden Euro. Ende Juli stehen die nächsten Quartalszahlen an. Dann muss das Management belegen, dass die Lieferketten die hohen Wachstumsziele tatsächlich absichern.
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