BMW Aktie: 2,1 Milliarden Euro Zollkosten seit 2025
BMW kämpft mit US-Zollkosten von 2,1 Milliarden Euro und sinkenden Restwerten älterer E-Autos. Die Hauptversammlung steht bevor.

Kurz zusammengefasst
- Zollkosten von 2,1 Milliarden Euro
- Gebrauchte iX3-Modelle unter 30.000 Euro
- Aktie mit 14,89 Prozent Jahresminus
- Hauptversammlung am Mittwoch
BMW gerät gleich an zwei Fronten unter Druck. Die US-Zölle belasten das Geschäft spürbar, während sich der Markt für gebrauchte Elektroautos in Europa und speziell bei BMW-Modellen neu sortiert.
Für den Konzern summierten sich die Zollkosten zwischen Anfang 2025 und dem ersten Quartal 2026 auf 2,1 Milliarden Euro. Hintergrund war die zwischenzeitliche Anhebung der US-Einfuhrzölle auf 27,5 Prozent im Frühjahr 2025. Nach einer Einigung zwischen der EU und den USA wurden sie im Sommer 2025 auf 15 Prozent gesenkt.
Neue Risiken aus den USA
Die Entlastung könnte allerdings nur vorübergehend sein. Bernstein warnt vor weiteren Belastungen, falls Washington die Zölle wieder auf 25 Prozent anhebt. Für BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz könnte das zusammen zusätzliche Kosten von 2,6 Milliarden Euro im laufenden Jahr bedeuten.
Das trifft die Branche in einer Phase, in der die Absatzlage ohnehin fragil bleibt. Schwache Verkäufe in China haben zuletzt schon andere Hersteller belastet. Im April 2026 fiel der Pkw-Absatz dort den siebten Monat in Folge.
Gebrauchte E-Autos unter Druck
Parallel dazu verändert sich der Gebrauchtwagenmarkt schneller als vielen Herstellern lieb sein dürfte. Ältere iX3-Modelle aus den Baujahren 2021 und 2022 werden inzwischen unter 30.000 Euro gehandelt. Der Preisabstand zum neuen Modell wird damit immer größer.
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Hinzu kommt der Technologiewechsel. Die nächste Generation soll mit 800-Volt-System, 400-kW-Laden und bis zu 800 Kilometern Reichweite kommen. Für Käufer verschiebt das die Maßstäbe. Für Besitzer älterer Fahrzeuge steigt der Druck auf die Restwerte.
Blick auf die Hauptversammlung
Am Markt bleibt BMW trotzdem präsent. Die Aktie notiert bei 81,64 Euro und hat auf Sicht von sieben Tagen 6,94 Prozent zugelegt. Seit Jahresbeginn liegt sie aber weiter 14,89 Prozent im Minus und damit klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt.
Am Mittwoch richtet sich der Blick auf die Hauptversammlung. Dort wird über die Verwendung des Bilanzgewinns abgestimmt, der Dividendenabschlag ist für den darauffolgenden Börsentag vorgesehen. Gerade in einem Umfeld aus Zollrisiken und schwächerem China-Geschäft dürfte das Signal aus München genau beobachtet werden.
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