BMW Aktie: 22 Prozent Minus seit Jahresbeginn
Neuer BMW-Chef Nedeljković übernimmt bei fallendem Aktienkurs und wachsendem Wettbewerbsdruck aus China.

Kurz zusammengefasst
- Aktienkurs seit Jahresbeginn um 22% gefallen
- Chinesische Hersteller erhöhen Preisdruck
- Umbau der Aktienstruktur beschlossen
- Charttechnisch wichtige Marke bei 71,50 Euro
Milan Nedeljković übernimmt bei BMW das Steuer in einer kritischen Phase. Der neue Vorstandschef erbt eine Aktie auf Talfahrt und einen massiv verschärften Preiskampf. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus beim Autobauer auf gut 22 Prozent.
Am Donnerstagmorgen setzte sich die Schwächeperiode fort. Der Kurs notiert mit rund 74 Euro deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Ein wesentlicher Auslöser für den jüngsten Druck war die Dividendenzahlung. Aktionäre erhielten am Dienstag 4,40 Euro je Stammaktie. Viele Investoren nutzten den Zahlungseingang offenbar für Anschlussverkäufe.
Konkurrenz aus China greift an
Der operative Gegenwind nimmt derweil zu. Chinesische Hersteller drängen aggressiv nach Europa. Die Folge: massiver Preisdruck. Leapmotor peilt für das laufende Jahr einen weltweiten Absatz von einer Million Fahrzeugen an. Ab dem zweiten Halbjahr baut der Rivale seine günstigen Elektro-Modelle direkt in Spanien.
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Mit Einstiegspreisen ab 17.000 Euro greifen diese Fahrzeuge die etablierten Autobauer hart an. BMW investiert parallel dazu Milliarden in seine „Neue Klasse“. Die aktuelle EBIT-Marge im Kerngeschäft liegt bei lediglich fünf Prozent. Das lässt dem Management wenig Spielraum.
Neue Struktur für die Aktie
Auf der Hauptversammlung Mitte Mai haben Aktionäre einen wichtigen Umbau beschlossen. Der Konzern wandelt alle Vorzugsaktien in Stammaktien um. Finanzvorstand Walter Mertl verspricht sich davon eine höhere Attraktivität für institutionelle Investoren. Künftig repräsentieren ausschließlich stimmberechtigte Papiere das Grundkapital. Die Maßnahme greift mit dem Eintrag ins Handelsregister.
Charttechnisch rückt nun das 52-Wochen-Tief bei 71,50 Euro ins Zentrum. Bricht diese Marke, drohen weitere Abgaben. Auf der Oberseite blockiert die Zone um 80 Euro eine schnelle Erholung. Das neue Management muss nun beweisen, dass die teure Elektro-Strategie auch bei schrumpfenden Margen funktioniert.
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