BMW Aktie: 4,16 Prozent Sturz auf 59,50 Euro

BMW senkt die Jahresprognose drastisch, der Aktienkurs fällt auf ein neues Jahrestief. Analysten reagieren mit massiven Kurszielkürzungen.

Redaktion Stock-World ·
Ein fallender Börsenkurs-Graph auf einem digitalen Display mit unscharfem BMW-Armaturenbrett im Hintergrund, der einen Kurssturz darstellt. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Aktie erreicht neues Jahrestief
  • Prognose für EBIT-Marge halbiert
  • Nachfrageeinbruch in China belastet
  • Großbanken senken Kursziele massiv

Bei BMW klaffen Anspruch und Realität derzeit weit auseinander. Der Premium-Autobauer kämpft mit einer massiven Absatzschwäche in China. Die Folge: ein drastischer Gewinneinbruch. An der Börse reagieren Investoren panisch und schicken den Kurs auf Talfahrt.

Der Ausverkauf treibt die Papiere auf ein neues Jahrestief. Am Donnerstag rutscht der Kurs um 4,16 Prozent auf 59,50 Euro ab. Damit summiert sich der Verlust seit Jahresbeginn auf fast 38 Prozent.

Auch technisch sieht es düster aus. Der Abstand zur 50-Tage-Linie beträgt mittlerweile knapp 22 Prozent. Ein RSI-Wert von 17,7 signalisiert zwar eine stark überverkaufte Lage. Das stoppt den Abwärtstrend aktuell aber nicht.

Margen-Schock in China

Auslöser der Talfahrt ist eine drastische Prognosesenkung. Das Management kappte die Erwartungen für das laufende Jahr massiv. Die EBIT-Marge im Automobilgeschäft soll nur noch 1 bis 3 Prozent erreichen.

Zuvor hatte BMW 4 bis 6 Prozent angepeilt. Auch die Auslieferungen werden voraussichtlich sinken. Hauptgrund für die Misere ist der chinesische Markt. Besonders bei Verbrennermodellen bricht die Nachfrage dort ein.

Immerhin bleibt der freie Cashflow mit über 2,5 Milliarden Euro solide. Auch an der Ausschüttungsquote von 30 bis 40 Prozent hält der Vorstand fest.

Analysten streichen Kursziele

Die Warnung schockiert die Finanzwelt. Mehrere Großbanken haben ihre Bewertungsmodelle sofort angepasst. Goldman Sachs senkt das Kursziel von 107 auf 84 Euro. Analyst Christian Frenes rät aber weiter zum Kauf. Er verweist auf die hohe Nettoliquidität der Münchner.

Andere Häuser reagieren skeptischer. Berenberg reduziert den fairen Wert von 86 auf 69 Euro. Jefferies geht sogar auf 70 Euro zurück. Deren Analyst Philippe Houchois sieht fundamentale Probleme. Er vermutet, dass BMW sein gesamtes Geschäftsmodell überprüfen muss.

JPMorgan kappt das Ziel auf 82 Euro. Die Experten werten den Einbruch als Weckruf für Europas Autobranche. Auch die Deutsche Bank reagiert und senkt ihre Marke auf 90 Euro. Die Analysten bemängeln offene Fragen nach der jüngsten Telefonkonferenz.

Die China-Probleme belasten nun den gesamten europäischen Autosektor. Für BMW geht es kurzfristig um Schadensbegrenzung. Der nächste wichtige Termin steht bereits fest. Am 30. Juli 2026 präsentiert der Konzern seinen Halbjahresbericht. Dann muss das Management konkrete Gegenmaßnahmen aufzeigen.

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BMW Aktie

57,68 EUR

+ 1,04 EUR +1,84 %
KGV 5,49
KUV 0,24
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 7,98 %
Marktkapitalisierung 34,66 Mrd. EUR
Ø Kursziel 68,05 EUR
ISIN: DE0005190003 WKN: 519000

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