BMW Aktie: 423.000 Papiere für 29 Millionen

BMW senkt Jahresprognose drastisch, Aktie fällt auf Jahrestief. Milliarden-Rückkaufprogramm soll den Kurs stützen.

Dr. Robert Sasse ·
BMW Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Jahresziele werden kassiert
  • Kurs fällt auf neues Tief
  • China-Absatz schwächelt massiv
  • Aktienrückkauf als Stütze

Eine drastische Gewinnwarnung schickt die BMW-Aktie auf Talfahrt. Der Münchner Autobauer kassiert seine Jahresziele. Das Management reagiert mit einem milliardenschweren Aktienrückkauf. Die Maßnahme soll den Kursverfall bremsen.

Die Börse straft den Konzern ab. Seit Januar verlor das Papier über 37 Prozent an Wert. Am Mittwoch fiel der Kurs auf ein neues Jahrestief bei 58,80 Euro. Am Freitag schloss die Aktie kaum erholt bei 60,38 Euro.

Ursachen für den Absturz

BMW kämpft an mehreren Fronten. Der Absatz im chinesischen Schlüsselmarkt schwächelt massiv. Parallel dazu belastet der Irankrieg das Geschäft. Der Konflikt treibt die Energiekosten in die Höhe. Er dämpft obendrein das Konsumklima.

Die Folgen für die Bilanz sind enorm. Der Vorstand rechnet nun mit einem deutlichen Rückgang des Vorsteuerergebnisses. Das bedeutet ein Minus von mehr als 15 Prozent. Die wichtige operative Marge im Autobau schrumpft drastisch. Sie soll nur noch zwischen eins und drei Prozent liegen.

Rückkauf als Kurspuffer

Um gegenzusteuern, kauft BMW massiv eigene Papiere. Allein Mitte Juni erwarb der Konzern über die Plattform Xetra gut 423.000 Stammaktien. Dafür flossen fast 29 Millionen Euro. Der Rückkauf ist Teil eines laufenden Programms. Dieses endet spätestens im April 2027.

Ob das als Stütze reicht, bezweifeln Experten. Analyst Jose Asumendi von JPMorgan sieht die Gewinnwarnung als Weckruf für die gesamte Autobranche. Aus seiner Sicht muss BMW die Strategie im chinesischen Kompaktsegment komplett überdenken. Europäische Premiumhersteller seien dort preislich nicht mehr konkurrenzfähig.

Umbau kostet Geld

Der Autobauer plant nun zusätzliche Effizienzmaßnahmen. Diese Schritte beschleunigen den laufenden Konzernumbau. Die Folge: Im zweiten Halbjahr entstehen einmalige Kosten. Diese belasten das Ergebnis zusätzlich.

Der Fokus liegt jetzt auf dem operativen Geschäft. In China lässt BMW alte Elektromodelle schrittweise auslaufen. Das schafft Platz für die lokale Produktion der „Neuen Klasse“. Bis diese neue Fahrzeuggeneration greift, bleibt das zweite Halbjahr 2026 eine harte Bewährungsprobe.

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BMW Aktie

59,28 EUR

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KGV 5,75
KUV 0,28
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 7,51 %
Marktkapitalisierung 35,67 Mrd. EUR
Ø Kursziel 72,72 EUR
ISIN: DE0005190003 WKN: 519000

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