BMW Aktie: Bernstein kappte Ziel auf 85 Euro
Nach der Gewinnwarnung Mitte Juni senken mehrere Analysten ihre Kursziele für BMW. Der Aktienkurs fällt weiter und nähert sich dem Jahrestief.

Kurz zusammengefasst
- Kurszielsenkungen durch mehrere Analystenhäuser
- Aktie fällt auf 60,18 Euro
- China-Geschäft und Umbaukosten belasten
- Insiderkauf durch Vorstand Nedeljkovic
Starke Konkurrenz in China und teure Umbauten fordern ihren Tribut. Bei BMW klaffen Anspruch und Realität derzeit weit auseinander. Nach der heftigen Gewinnwarnung Mitte Juni suchen Investoren nun nach einem Boden.
Der Abwärtstrend hält an. Am Dienstag rutschte das Papier auf 60,18 Euro ab. Seit Jahresbeginn verlor der Autobauer fast 40 Prozent seines Börsenwertes. Das Jahrestief von 58,80 Euro rückt damit gefährlich nahe.
Analysten stutzen Erwartungen
Mitte Juni senkte das Management die Jahresprognose drastisch. Die operative Marge im Autogeschäft soll nur noch zwischen eins und drei Prozent liegen. Zuvor peilte der Vorstand bis zu sechs Prozent an.
Die Folge: Experten passen ihre Modelle an. Bernstein kappte das Kursziel am Dienstag auf 85 Euro. Goldman Sachs und Morningstar reduzierten ihre Zielmarken in den Bereich um 80 Euro. Die Analysten verweisen auf die schwächere Ertragskraft. Dennoch behalten die meisten Häuser ihre Kaufempfehlungen bei.
China bremst, Umbau kostet
Hauptgrund für die Misere ist das schwierige Geschäft in China. Dort drücken ein harter Preiskampf und sinkende Absatzzahlen auf die Bilanz. Parallel dazu verschlingt der Umbau zur sogenannten Neuen Klasse im zweiten Halbjahr viel Geld.
Ein milliardenschweres Rückkaufprogramm soll den Kurs stützen. Es läuft noch bis Frühjahr 2027. Vorstand Milan Nedeljkovic kaufte zudem Ende Mai mehr als 5.000 Aktien. Marktbeobachter werten solche Insiderkäufe oft als Vertrauensbeweis des Managements.
Ende Juni steht eine wichtige Änderung der Kapitalstruktur an. Der Konzern wandelt am 30. Juni die Vorzugsaktien in Stammaktien um. Das soll die Papiere für internationale Großinvestoren attraktiver machen.
Einen Monat später folgen die harten Fakten. Am 30. Juli legt BMW den Halbjahresbericht vor. Dann muss das Management den angekündigten Sparkurs mit konkreten Maßnahmen untermauern.
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