BMW-Aktie: Die neue Angst!

Der bayerische Automobilhersteller steht vor kostspieligen Herausforderungen durch die neuen US-Handelsbeschränkungen trotz vorhandener Produktion in Spartanburg.

Jörg Mahnert ·
BMW Aktie - Beitragsbild

Kurz zusammengefasst

  • Drastische Handelshürden für deutsche Fahrzeugimporte
  • Werk in South Carolina nicht ausreichend
  • Umstrukturierungskosten versus Zollgebühren
  • Erhebliche finanzielle Belastung unvermeidbar

Die Angst geht um – auch bei BMW. Denn nun gibt es sie: Zölle von 25% auf Fahrzeuge, die aus dem Ausland in die USA importiert werden. Dass diese Maßnahme Trumps eher einem Schuss in den eigenen Fuß gleicht, ist für BMW nur ein schwacher Trost. Denn diese Zölle wirken auf die US-Wirtschaft und den amerikanischen Verbraucher wie eine zusätzliche Steuer. Kommentatoren bezeichnen die aktuellen Vorgänge sogar als „größte Steuererhöhung in der Geschichte der USA“.

BMW: Theorie und teure Praxis

BMW produziert bereits in den USA. Das BMW Werk Spartanburg, in Greer, South Carolina, USA, ist das weltweit größte Werk der BMW Group. Täglich laufen hier rund 1.400 BMW X3, BMW X4, BMW X5 und BMW X6 Fahrzeuge vom Montageband. Derzeit arbeiten mehr als 9.000 Beschäftigte im Werk Spartanburg. Diese Fahrzeuge werden allerdings nicht ausschließlich für den US-Markt hergestellt, sondern zum Teil wieder exportiert. Nun kommen Ideen auf, dass BMW doch „nur“ dieses Werk umstrukturieren und die Produktion massiv hochfahren muss, um den Zöllen zu entgehen. Die BMW Gruppe verkaufte im Jahr 2024 etwa 397.700 Fahrzeuge in den USA. Das Werk Spartanburg würde zwar diese Stückzahl ohne große Probleme bewältigen. Aber hier werden nun einmal nicht alle Modelle hergestellt. Zusätzlich müsste der Export aus dem USA in die Welt eingestellt werden. Andere Werke müssten umgerüstet werden, um diese Exportfahrzeuge auszugleichen. Das sind Investitionen, die einfach gigantisch sind.

Die Wahl zwischen Pest und Cholera

Auf BMW kommen so oder so sehr große Kosten zu. Entweder werden die Fahrzeuge mit einem Zoll von 25% belegt, den man nicht so einfach an die US-Verbraucher „durchreichen“ kann, oder es stehen riesige Investitionen an, um die Produktion in den USA hochzufahren.

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BMW Aktie

56,60 EUR

– 2,06 EUR -3,51 %
KGV 5,77
KUV 0,24
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 7,61 %
Marktkapitalisierung 34,01 Mrd. EUR
Ø Kursziel 67,77 EUR
ISIN: DE0005190003 WKN: 519000

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