BMW Aktie: Gegenwind nimmt zu

Der Münchner Autobauer verzeichnet einen deutlichen Einbruch bei E-Auto-Verkäufen in den USA und senkt Preise in China. Die Aktie verliert an Schwung, während die Zukunftstechnologie auf der CES präsentiert wird.

Kurz zusammengefasst:
  • Starker Rückgang bei Elektroauto-Verkäufen in den USA
  • Drastische Preissenkungen für Importmodelle in China
  • Aktienkurs entfernt sich vom Jahreshoch
  • Neue iX3-Plattform als langfristige Hoffnungsträgerin

Der Start in das Börsenjahr 2026 verläuft für den Münchner Autobauer holprig. Während der Konzern auf der CES in Las Vegas die technologische Zukunft beschwört, holen die aktuellen Absatzzahlen die Anleger auf den Boden der Tatsachen zurück. Ein massiver Einbruch bei den Elektro-Verkäufen in den USA und notwendige Preissenkungen in China werfen Fragen zur kurzfristigen Margenentwicklung auf.

Die aktuellen Kernpunkte:
* US-Absatz: Rückgang im vierten Quartal, massive Einbußen bei E-Autos.
* China-Strategie: Preissenkungen von bis zu 20 Prozent bei Importmodellen.
* CES-Premiere: Der neue iX3 soll als Technologieträger gegensteuern.

BMW

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Absatzeinbruch in den USA

Besonders der wichtige US-Markt schwächelt spürbar. Im vierten Quartal 2025 gingen die Verkäufe insgesamt um 3,4 Prozent auf 113.512 Fahrzeuge zurück. Alarmierend ist dabei die Entwicklung im Bereich der Elektromobilität: Die Verkäufe von reinen Stromern (BEV) stürzten um 45,5 Prozent ab.

Das Management führt dies auf eine generell nachlassende Nachfrage im Jahresverlauf zurück. Auch die als Brückentechnologie wichtigen Plug-in-Hybride konnten diesen Trend nicht kompensieren und verzeichneten ein Minus von über 25 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Übergang zur E-Mobilität in Nordamerika ins Stocken geraten ist.

Preiskampf in China eskaliert

Auch im größten Einzelmarkt China wächst der Druck auf die Preisgestaltung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, senkte BMW zum Jahreswechsel die Preise für diverse Importmodelle drastisch. Analysten von Morgan Stanley sehen in diesem Schritt zwar eine kurzfristige Entlastung für die Händler, warnen jedoch vor sinkenden Margen für den Hersteller.

Die Details der Preisoffensive:
– Preissenkungen zwischen 10 und 20 Prozent.
– Fokus liegt auf importierten Modellen der 7er-, 6er- und i-Serie.
– Ziel ist eine sofortige Verbesserung der Händlermargen.
– Langfristige Auswirkungen auf das Rabattgefüge bleiben ein Risiko.

Chartbild trübt sich ein

An der Börse hinterlassen diese Nachrichten Spuren. Die Aktie schloss gestern bei 93,82 Euro und hat sich damit etwas von ihrem erst im Dezember markierten 52-Wochen-Hoch bei 97,12 Euro entfernt. Zwar liegt das Papier auf Jahressicht (12 Monate) noch immer rund 19 Prozent im Plus, doch die jüngste Dynamik zeigt nach unten.

Der Kurs notiert zwar noch über dem 50-Tage-Durchschnitt von 90,80 Euro, der Abstand ist jedoch auf gut drei Prozent geschmolzen. Sollte dieser Bereich unterschritten werden, könnte der technische Druck zunehmen.

Zukunftsvision in Las Vegas

Umso wichtiger wird die langfristige Strategie, die BMW derzeit auf der CES 2026 präsentiert. Der neue iX3 feiert dort als erstes Serienmodell der „Neuen Klasse“ Premiere. Mit Reichweiten bis zu 805 Kilometern und fortschrittlichen KI-Assistenzsystemen will München technisch wieder die Führung übernehmen und bis 2027 insgesamt 40 Modelle mit dieser Technologie ausstatten.

Trotz der operativen Herausforderungen bleibt die fundamentale Bewertung der Aktie moderat. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,5 und einer Dividendenrendite um 4,5 Prozent scheint viel Pessimismus bereits eingepreist. Entscheidend wird der 12. März 2026 sein: Dann zeigen die Quartalszahlen konkret, wie stark die Rabatte in China und die US-Schwäche tatsächlich auf den Konzerngewinn durchschlagen.

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