BMW Aktie: i3-Produktion in München angelaufen
BMW überschreitet zwei Millionen ausgelieferte Elektroautos, startet den i3 in München und meldet Fortschritte bei Recycling und Wasseraufbereitung.

Kurz zusammengefasst
- Zweimillionstes Elektroauto nach Spanien geliefert
- i3-Produktion in München angelaufen
- Industrielle Materialkreisläufe für Altfahrzeuge nachgewiesen
- Aktienrückkäufe und Kursplus im August
BMW hat die Marke von zwei Millionen ausgelieferten Elektroautos erreicht. Das zweimillionste Fahrzeug, ein im Werk Dingolfing gefertigter i5, ging an einen Kunden in Spanien, wie Reuters berichtete. Der Meilenstein fällt in eine Phase, in der der Münchner Autobauer parallel an mehreren Fronten Fortschritte meldet – von der Elektromobilität über die Produktion bis zur Kapitalmarktkommunikation.
Serienstart des i3 und Materialkreisläufe im industriellen Maßstab
Kurz vor dem Erreichen der Zwei-Millionen-Marke hatte BMW am Standort München nach einem vorgezogenen Bestellstart die Serienproduktion des i3 aufgenommen, mit einer nach eigenen Angaben steilen Anlaufkurve.
Ergänzend meldete das Unternehmen im Forschungsprojekt Car2Car, dass sich hochwertige Materialkreisläufe aus Altfahrzeugen inzwischen im industriellen Maßstab nachweisen lassen – ein Baustein der angestrebten Kreislaufwirtschaft. Auch beim Wasserverbrauch tut sich etwas: Im Werk Landshut ist eine Pilotanlage im Projekt BayWater zur ressourcenschonenden Wasseraufbereitung angelaufen.
Diese operativen Fortschritte fallen in eine Phase, in der BMW zugleich Kapital an die Aktionäre zurückgibt. Medienberichten zufolge kaufte das Unternehmen im August rund 524.900 eigene Aktien zurück. Solche Rückkäufe wirken stützend auf die Kursentwicklung, unabhängig von der operativen Nachrichtenlage.
Kursreaktion und Blick auf den Kapitalmarkttag
Der Aktienkurs bewegt sich in diesem Umfeld auf erhöhtem Niveau: Am Montag schloss das Papier bei 62,20 Euro, nachdem es binnen einer Woche um 7,5 Prozent zugelegt hatte. Diese Erholung fällt zusammen mit der Serie positiver Unternehmensmeldungen der vergangenen Wochen, auch wenn der Titel damit noch deutlich unter seinem Stand vom Jahresbeginn liegt.
Für September wird bereits auf den Kapitalmarkttag verwiesen, bei dem laut Marktberichten Kostensenkungen und ein neues Lieferantenmodell im Mittelpunkt stehen sollen – Themen, die eher auf externen Analystenerwartungen als auf einer frischen Unternehmensmitteilung beruhen. Anleger dürften diesen Termin als nächsten wichtigen Prüfstein für die mittelfristige Profitabilität des Konzerns werten.
Markenauftritte als Signal an die Öffentlichkeit
Neben Produktion und Finanzkommunikation setzt BMW auch auf Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit: Für die Monterey Car Week im August kündigte der Konzern Premieren des BMW M Concept Neue Klasse sowie des Vision BMW ALPINA an, flankiert von weiteren Marken- und Modellauftritten.
Solche Auftritte dienen vor allem der Positionierung der Marke im margenstarken Premium- und Sportwagensegment, während das Kerngeschäft mit Elektrofahrzeugen wie dem i3 und i5 in die Breite skaliert wird.
Insgesamt zeigt sich BMW derzeit auf mehreren Ebenen aktiv: bei der Elektrifizierung der Flotte, bei Nachhaltigkeitsprojekten in der Produktion und bei der Kapitalrückführung an Aktionäre. Der bevorstehende Kapitalmarkttag im September dürfte zeigen, ob sich diese operativen Fortschritte auch in einer nachhaltig verbesserten Profitabilität niederschlagen.
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