BMW Aktie: iX1 mit 7.532 Einheiten führend
BMW verzeichnet steigende BEV-Zulassungen in Deutschland, der Aktienkurs fällt jedoch weiter und nähert sich dem Jahrestief.

Kurz zusammengefasst
- Vier BMW-Modelle unter den Top-E-Autos
- Deutlicher Anstieg der BEV-Neuzulassungen
- Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief
- Margen im Automobilsegment unter Druck
Der deutsche Elektroauto-Markt boomt — BMW ist dabei, aber nicht vorne. Während die Zulassungszahlen eine messbare Präsenz der Münchner im BEV-Segment belegen, erzählt der Aktienkurs eine andere Geschichte.
Vier BMW-Modelle im deutschen Top-Segment
Im Mai wurden in Deutschland knapp 60.000 reine Elektroautos neu zugelassen — ein Plus von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der BEV-Anteil am Gesamtmarkt erreichte 25 Prozent. BMW ist mit mehreren Modellen sichtbar vertreten.
Den stärksten Beitrag liefert der iX1 mit 1.736 Neuzulassungen im Mai und 7.532 Einheiten seit Jahresbeginn. Dahinter folgen iX3 (1.253 im Mai, 4.116 kumuliert), i4 (937 / 4.202) und i5 (757 / 4.278). Hinzu kommt der Mini Electric mit 1.403 Mai-Zulassungen und 6.423 Einheiten im Jahresverlauf.
Das ist solide — reicht aber nicht für die Spitze. Skoda Elroq (3.083), VW ID.3 (3.050) und Tesla Model Y (2.410 im Mai, 13.678 seit Januar) liegen klar vor dem stärksten BMW-Modell.
Produktion bricht ein, Nachfrage zieht an
Der Widerspruch zieht sich durch den gesamten Sektor. Der VDA meldete für Mai einen Rückgang der deutschen Pkw-Produktion um 18 Prozent auf rund 302.000 Fahrzeuge, die Exporte sanken um 19 Prozent. Der Gesamtmarkt legte gerade einmal 0,1 Prozent zu.
Die E-Auto-Nachfrage folgt einem völlig anderen Rhythmus. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden in Deutschland rund 284.000 reine Batterieautos neu zugelassen — ein Wachstum von 41 Prozent. Plug-in-Hybride kamen im Mai auf knapp 28.000 Einheiten; zusammen erreichten BEV und PHEV einen Marktanteil von 36,7 Prozent.
Aktie nahe am 52-Wochen-Tief
An der Börse kommt von dieser Entwicklung wenig an. Die BMW Aktie notiert bei 70,78 Euro und liegt damit nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 69,92 Euro. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus 26 Prozent, der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt liegt bei rund 17 Prozent.
Der Hintergrund: BMW lieferte im ersten Quartal weltweit rund 566.000 Fahrzeuge aus — ein Rückgang von 3,5 Prozent. Die EBIT-Marge im Automobilsegment lag bei 5,0 Prozent, für das Gesamtjahr peilt BMW eine Spanne von 4 bis 6 Prozent an. Das ist kein Krisenniveau, aber auch kein Wert, der Fantasie weckt.
Die wachsenden BEV-Zulassungen verbessern das Bild im deutschen Elektrosegment. Ob das reicht, um den Markt von einer Trendwende zu überzeugen, hängt vor allem davon ab, ob BMW im zweiten Quartal die Margenschwäche eindämmen kann — die nächsten Quartalszahlen werden das zeigen.
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