BMW Aktie: Nedeljković erbt zehn Milliarden E-Wette

Milan Nedeljković wird neuer BMW-CEO und erbt Herausforderungen durch E-Mobilitäts-Investitionen und schwächelndes China-Geschäft.

Redaktion Stock-World ·
BMW Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Milan Nedeljković folgt auf Oliver Zipse
  • Milliardeninvestitionen in Elektro-Plattform „Neue Klasse“
  • China-Absatz brach auf 626.000 Fahrzeuge ein
  • Neue E-Auto-Prämie in Deutschland gestartet

Führungswechsel in einer herausfordernden Zeit: Milan Nedeljković übernimmt am heutigen Dienstag offiziell das Steuer bei BMW. Er löst Oliver Zipse ab und erbt ein Unternehmen, das zwischen gewaltigen Investitionen in die Elektromobilität und einem schwächelnden Chinageschäft navigieren muss. Die Börse reagiert auf das aktuelle Umfeld verhalten. Die BMW-Aktie notiert bei 74,72 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn rund 22 Prozent im Minus.

Milliardenwette auf die Elektromobilität

Der Aufsichtsrat stattete den neuen Vorstandsvorsitzenden mit einem Vertrag bis 2031 aus. Sein Vorgänger Zipse verlässt den Konzern nach 35 Jahren. Unter seiner Führung verfolgten die Münchner konsequent den Ansatz der Technologieoffenheit, bei dem Kunden die Wahl zwischen Verbrennern und Elektroantrieben hatten.

Nedeljković steht nun vor der Aufgabe, die sogenannte „Neue Klasse“ zum Erfolg zu führen. In diese rein elektrische Fahrzeugarchitektur flossen bereits mehr als zehn Milliarden Euro. Der Marktstart dieser Modelle gilt als entscheidender Faktor für die künftige Wettbewerbsfähigkeit des Autobauers.

Gegenwind auf dem wichtigsten Einzelmarkt

Eine der größten Baustellen wartet in China. Im vergangenen Geschäftsjahr brach der Absatz dort massiv ein und fiel auf zuletzt 626.000 Fahrzeuge. Um den Abwärtstrend zu stoppen, plant das Management eine breite Produktoffensive.

Bis 2027 sollen 40 neue Modelle erscheinen. Speziell für chinesische Käufer setzt BMW auf verlängerte Radstände bei Kernmodellen wie dem iX3 und dem X5.

Parallel dazu bedient der Hersteller weiterhin seine Verbrenner-Nische. Für den US-Markt kündigte BMW das Sondermodell M3 CS „Handschalter“ an. Mit einem Basispreis von rund 108.000 US-Dollar markiert der Sportwagen das Ende der manuellen Getriebe in dieser Generation.

Neue Kaufanreize im Heimatmarkt

Zeitgleich mit dem Chefwechsel startet in Deutschland eine neue staatliche E-Auto-Prämie. Ab sofort können Käufer Förderungen von bis zu 6.000 Euro beantragen. Das Programm umfasst ein Budget von drei Milliarden Euro und läuft bis 2029.

Für Nedeljković kommt das Förderprogramm zur rechten Zeit. Erfüllen die Münchner Modelle die Preisobergrenzen der Prämie, dürfte dies den Absatz im Heimatmarkt stützen. Die BMW-Aktie, die aktuell knapp 13 Prozent unter ihrer 200-Tage-Linie notiert, hat solche operativen Lichtblicke dringend nötig.

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BMW Aktie

57,70 EUR

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KGV 5,49
KUV 0,24
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 7,98 %
Marktkapitalisierung 34,67 Mrd. EUR
Ø Kursziel 68,05 EUR
ISIN: DE0005190003 WKN: 519000

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