BMW Aktie: Neues 52-Wochen-Tief bei 56,72 Euro
Trotz eines frischen Rekordtiefs bestätigen Deutsche Bank und JPMorgan ihre Kaufempfehlungen für BMW vor den Quartalszahlen.
Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt trotz 52-Wochen-Tief
- Deutsche Bank bestätigt Kauf mit 90 Euro Ziel
- JPMorgan bleibt bei Overweight und 82 Euro
- Quartalszahlen am 30. Juli als Richtungsweiser
BMW-Aktien steigen heute um 2,19 Prozent auf 58,78 Euro. Der Sprung fällt ausgerechnet an dem Tag, an dem der Titel sein neues 52-Wochen-Tief von 56,72 Euro markiert. Zwei große Analystenhäuser bestätigen kurz vor den Quartalszahlen ihre Kaufempfehlungen – mit Kurszielen weit über dem aktuellen Niveau.
Zwei Banken, ein Signal
Deutsche Bank Research bestätigt die Einstufung „Buy“ für BMW und nennt ein Kursziel von 90 Euro. Das liegt rund 53 Prozent über dem aktuellen Kurs. Die Bewertung erfolgt gezielt vor den Quartalszahlen, die BMW am 30. Juli veröffentlicht.
Bereits am 10. Juli hatte JPMorgan reagiert. Die Bank beließ BMW auf „Overweight“ und setzte das Kursziel bei 82 Euro fest. Beide Häuser signalisieren damit Vertrauen in die mittelfristige Bewertung des Münchner Autobauers – trotz der schwachen Kursentwicklung der vergangenen Monate.
Der Kurs bleibt unter Druck
Die Zahlen zeigen, wie tief BMW gefallen ist. Seit Jahresbeginn hat die Aktie 38,72 Prozent verloren. Zum 52-Wochen-Hoch von 97,90 Euro aus dem Dezember klafft eine Lücke von fast 40 Prozent.
Auch die gleitenden Durchschnitte signalisieren Schwäche. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 67,89 Euro, rund 13 Prozent über dem aktuellen Kurs. Noch deutlicher fällt der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt aus: Mit 81,71 Euro liegt er 28 Prozent über dem heutigen Niveau.
Ein Blick auf den RSI liefert allerdings einen Hoffnungsschimmer. Mit einem Wert von 36,4 nähert sich die Aktie der überverkauften Zone. Charttechnisch deutet das auf eine mögliche Stabilisierung hin – auch wenn der heutige Tagesgewinn allein den Abwärtstrend noch nicht bricht.
Die annualisierte Volatilität von 32,32 Prozent auf 30-Tage-Basis zeigt: Anleger müssen weiter mit kräftigen Ausschlägen rechnen. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 35,30 Milliarden Euro.
Die Quartalszahlen als Prüfstein
Die Diskrepanz zwischen Analystenmeinung und Marktpreis ist ungewöhnlich groß. Sowohl das Kursziel der Deutschen Bank als auch jenes von JPMorgan liegen deutlich über dem aktuellen Niveau von 58,78 Euro. Beide Institute äußerten ihre Einschätzung ausdrücklich mit Blick auf die bevorstehende Berichterstattung.
Am 30. Juli zeigt sich, ob die optimistischen Kursziele Substanz haben. Bis dahin bleibt der Titel in einem fragilen Gleichgewicht zwischen technischer Überverkauftheit und fundamentalem Analystenvertrauen.
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