BMW Aktie: Quartalsbericht am 4. November im Fokus
BMW lieferte im dritten Quartal weniger Fahrzeuge aus; Zuwächse in Europa, den USA und bei Elektroautos prägten das Absatzbild.

Kurz zusammengefasst
- RBC reduziert Kursziel auf 58 Euro
- JPMorgan hält an 82 Euro fest
- Weltweite Auslieferungen sinken um 6,3 Prozent
- Elektroauto-Auslieferungen steigen um 7,2 Prozent
Vor der für den 04.11.2026 angekündigten Quartalsmitteilung gehen die Einschätzungen zu BMW auseinander. RBC senkte gestern das Kursziel und verwies auf Belastungen im chinesischen Geschäft. JPMorgan hatte sich am Montag dagegen weiterhin zuversichtlich positioniert. Im Mittelpunkt steht damit die Frage, wie sich die schwächeren Auslieferungen auf die Profitabilität auswirken.
Analysten setzen unterschiedliche Maßstäbe
RBC reduzierte das Kursziel von 60 auf 58 Euro und bestätigte die Einstufung „Sector Perform“. Analyst Tom Narayan verwies auf anhaltenden Gegenwind in China, den die Absatzzahlen unterstrichen. Zugleich nannte er eine mögliche Entlastung: Eine Beilegung des Streits mit einem Bremsenzulieferer könne die Profitabilität im Autogeschäft stützen.
Damit verbindet die Einschätzung eine operative Belastung mit einer möglichen Ergebnisstütze. Letztere bleibt ausdrücklich eine Möglichkeit. Eine bereits gesicherte Verbesserung der Profitabilität lässt sich daraus nicht ableiten.
JPMorgan beließ BMW am Montag bei „Overweight“ und einem Kursziel von 82 Euro. Der Abstand zwischen den Bewertungen zeigt, wie unterschiedlich die Häuser die Perspektiven vor der Ergebnisvorlage gewichten. Die Auslieferungszahlen allein lösen diesen Bewertungsunterschied nicht auf.
Absatzmix liefert ein uneinheitliches Bild
Im dritten Quartal 2026 lieferte BMW weltweit 551.072 Automobile aus. Das entsprach einem Rückgang um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Als Hauptbelastung nannte das Unternehmen den rückläufigen chinesischen Markt.
Die regionale Entwicklung war allerdings nicht einheitlich. Während das Geschäft in China nachgab, verzeichnete BMW in Europa und den USA Zuwächse. Für die Einordnung des Quartals ist deshalb nicht nur die rückläufige Gesamtmenge relevant, sondern auch deren regionale Zusammensetzung.
In Europa stiegen die Auslieferungen um 2,7 Prozent, in den USA um 2,5 Prozent. Die weltweiten Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge legten zugleich um 7,2 Prozent zu.
Das Wachstum bei Elektroautos steht damit neben einem Rückgang des Gesamtabsatzes. Es ist ein positiver Teil der Absatzbilanz, belegt für sich genommen aber noch keine Verbesserung des Ergebnisses.
Ergebnisvorlage als nächster Prüfstein
Die Quartalsmitteilung muss diese unterschiedlichen Entwicklungen finanziell einordnen. Anleger erhalten dann den nächsten Anhaltspunkt dafür, wie sich Absatzrückgang, regionale Verschiebungen und das Wachstum vollelektrischer Fahrzeuge im Geschäft niederschlagen.
Entscheidend ist dabei die Trennung zwischen bereits gemeldeten Auslieferungen und möglichen Ergebnisstützen. Die Absatzentwicklung steht fest. Der von RBC angesprochene positive Effekt einer Streitbeilegung bleibt dagegen an eine Bedingung geknüpft. Genau diese Unterscheidung prägt die Erwartungen vor der Veröffentlichung.
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