BMW Aktie: Rückkauf auf 8 Millionen
BMW reduziert das Volumen seiner Aktienrückkäufe inmitten einer anhaltenden Kurskrise. Das Milliardenprogramm läuft zwar weiter, stützt den Aktienkurs aber kaum.

Kurz zusammengefasst
- Deutlich geringeres Rückkaufvolumen im Juni
- Milliardenprogramm bis 2027 bleibt bestehen
- Aktienkurs mit massiven Verlusten seit Jahresstart
- Technische Indikatoren zeigen Überverkauf an
Der Aktienkurs stürzt ab, das Management kauft eigene Papiere. Bei BMW klaffen Anspruch und Marktrealität aktuell weit auseinander. Mitten in der tiefsten Kurskrise seit Monaten drosselt der Autobauer nun paradoxerweise das Tempo bei seinem Aktienrückkauf.
Deutlicher Knick beim Volumen
Mitte Juni erwarb BMW lediglich knapp 130.000 Stammaktien. Der Gegenwert lag bei rund acht Millionen Euro. Die Folge: ein drastischer Rückgang.
Zuvor hatte der Konzern noch deutlich aggressiver zugegriffen. In den beiden Vorwochen flossen zusammen fast 75 Millionen Euro in eigene Papiere. Die jüngsten Käufe liefen vollständig über die Handelsplattform Xetra.
Milliardenprogramm läuft weiter
Trotz des gebremsten Tempos bleibt das große Bild intakt. Das laufende Rückkaufprogramm reicht bis April 2027. Insgesamt will BMW bis zu zwei Milliarden Euro an die Aktionäre zurückgeben.
Mehr als die Hälfte ist bereits geschafft. Seit dem Start flossen gut 1,1 Milliarden Euro in eigene Aktien. Rund 14 Millionen Papiere zog der Konzern bisher ein. Die aktuelle zweite Tranche läuft bis in den Spätsommer. Hierfür stehen maximal 625 Millionen Euro bereit.
Aktie tief im roten Bereich
Für Investoren ist das Programm ein schwacher Trost. Der Aktienkurs kennt seit Monaten nur eine Richtung. Seit Jahresanfang steht ein sattes Minus von 36,43 Prozent auf der Anzeigetafel. Am Dienstag schloss das Papier bei 60,98 Euro.
Das 52-Wochen-Tief von 58,80 Euro ist nur noch einen Wimpernschlag entfernt. Auch technisch sieht es düster aus. Der Kurs notiert 27 Prozent unter der 200-Tage-Linie. Ein RSI-Wert von 23,6 signalisiert eine extrem überverkaufte Marktlage.
Der gedrosselte Rückkauf liefert der Aktie momentan kaum Unterstützung. Das Management hält zwar am Kapitalrückfluss fest. Echte Kurstreiber fehlen jedoch. Solange das operative Geschäft in China schwächelt und die Margen unter Druck stehen, verpufft die Wirkung der Aktienkäufe am Markt.
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