BMW Aktie: Signale einer Stabilisierung
HSBC stuft BMW hoch, Charttechnik zeigt Überverkauft-Signal. Der Autobauer kämpft mit China-Schwäche, zeigt aber operative Fortschritte.

Kurz zusammengefasst
- HSBC erhöht BMW auf Kaufen
- RSI signalisiert mögliche Bodenbildung
- Neue Klasse mit hoher Reichweite
- Halbjahreszahlen am 30. Juli
Ein neues Jahrestief, und dann die Kehrtwende: BMW rutschte diese Woche kurzzeitig auf 56,72 Euro, bevor der Kurs sich wieder fing. Nun kommt Rückenwind von unerwarteter Seite — ein Analyst, der bislang eher skeptisch war.
HSBC dreht die Einschätzung
HSBC-Analyst Mike Tyndall stufte BMW von „Hold“ auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel auf 71 Euro an. Seine Begründung: Die Mitte Juni gesenkten Jahresziele spiegeln das schwierige China-Geschäft inzwischen realistischer wider, das Risiko weiterer Gewinnwarnungen sinkt damit. Viele der bekannten Probleme seien bereits im Kurs eingepreist.
Die Aktie reagierte am Freitag mit einem moderaten Plus auf 58,90 Euro — in einem insgesamt schwachen Marktumfeld durchaus bemerkenswert. Mit einem Kursminus von knapp 37 Prozent seit Jahresbeginn bleibt BMW dennoch der zweitschwächste DAX-Wert, nur wenig besser stehen Volkswagen und Mercedes-Benz da. Auch Deutsche Bank und JPMorgan halten an ihren Kaufempfehlungen fest und verweisen auf die technologische Substanz des Konzerns, die der aktuelle Kurs kaum widerspiegele.
Charttechnik zeigt Überverkauft-Signal
Der RSI notiert derzeit um die Marke von 21 — klassisch ein Hinweis auf eine mögliche Bodenbildung. Zum 200-Tage-Durchschnitt fehlen allerdings noch über 25 Prozent, der Abwärtstrend bleibt intakt. Erste steigende Handelsvolumina deuten auf zurückkehrendes Anlegerinteresse hin.
Operativ tut sich einiges: Die Neue Klasse steht vor dem Marktstart, Prototypen des i3 Touring sollen bereits mit rund 900 Kilometern Reichweite und einer Ladezeit von 21 Minuten auf 70 Prozent Akkukapazität unterwegs sein. In Deutschland zählte BMW im ersten Halbjahr über 107.000 Neuzulassungen mit alternativem Antrieb, in den USA legte der Absatz zweistellig zu. Parallel testet der Konzern gemeinsam mit Toyota und Bosch synthetische Kraftstoffe aus erneuerbaren Quellen.
Auf der Konnektivitätsseite demonstrierte BMW diese Woche in München zusammen mit dem Satellitenanbieter Viasat im Rahmen der 5GAA-Tagungswoche eine Satelliten-Sprachlösung, integriert in das Infotainment eines BMW iX3 — ein Blick darauf, wie Fahrzeuge künftig auch außerhalb der Mobilfunkabdeckung erreichbar bleiben könnten.
Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 35 Milliarden Euro. Am 30. Juli legt BMW die Halbjahreszahlen vor — sie werden zeigen, wie tief die China-Schwäche tatsächlich in der Bilanz sitzt.
BMW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BMW-Analyse vom 17. Juli liefert die Antwort:
Die neusten BMW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BMW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BMW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...