BMW Aktie: Wasserstoff-Wette trotz Kursflaute?
Gemeinsame Komponenten mit Toyota sollen die Kosten des geplanten BMW iX5 Hydrogen begrenzen; HSBC stuft die Aktie auf Hold herab.

Kurz zusammengefasst
- Serienstart des iX5 Hydrogen für 2028 vorgesehen
- BMW teilt Brennstoffzellen-Komponenten mit Toyota
- Aktie schloss nahe ihrem 52-Wochen-Tief
- HSBC senkte Bewertung auf Hold
Der Münchener Automobilkonzern BMW hält ungeachtet des aktuellen Kostendrucks an seinen Plänen für einen Serien-Pkw mit Brennstoffzelle fest. Der BMW iX5 Hydrogen soll wie geplant im Jahr 2028 in Serie gehen. Um die finanziellen Aufwendungen zu begrenzen, setzt das Unternehmen auf eine enge Kooperation mit Toyota und auf gemeinsam genutzte Komponenten.
Technologieoffenheit im schwierigen Marktumfeld
Das Festhalten an der Technologie fällt in eine herausfordernde Börsenphase für die Münchener. Am Freitag beendete das Papier den Handel mit einem Schlusskurs von 56,10 Euro. Damit notiert der Wert nur 1,4 Prozent über seinem am selben Handelstag erreichten 52-Wochen-Tief von 55,32 Euro.
Der Konzern betont seit geraumer Zeit seine Strategie der Technologieoffenheit. Neben reinen Batterieantrieben und weiterentwickelten Verbrennungsmotoren gilt Wasserstoff den Münchenern als wichtige Ergänzung für künftige Antriebe.
Bei den Vorbereitungen für das Modell durchlaufen derzeit Prototypen ein Erprobungsprogramm unter Realbedingungen. Parallel startete eine neue Bauphase des Brennstoffzellensystems der dritten Generation, während sich das Werk Steyr auf die spätere Serienfertigung einstellt.
Gedämpfte Stimmung vor dem Kapitalmarkttag
Die strategischen Investitionen treffen an den Finanzmärkten derzeit auf Skepsis. Am kommenden Dienstag beginnt der zweitägige Kapitalmarkttag der BMW Group. Branchenbeobachter blicken mit Zurückhaltung auf die erwarteten Ankündigungen neuer Unternehmensziele.
Medienberichten zufolge rechnet UBS vor der Veranstaltung für 2028 lediglich mit einer automobilen EBIT-Marge von 3 bis 5 Prozent. Die Schweizer Großbank sieht die Gefahr künftiger Kürzungen bei den Marktschätzungen.
Am Donnerstag senkte zudem HSBC die Einstufung für den Autobauer auf „Hold“ mit einem Kursziel von 69 Euro. Die Analysten begründeten ihren Schritt mit Belastungen im chinesischen Geschäft und fehlenden Anzeichen für eine rasche Erholung.
Auf der anstehenden Investorenkonferenz dürfte es für das Management vor allem darauf ankommen, den Spagat zwischen kostspieligen Zukunftsprojekten und kurzfristiger Rentabilität überzeugend darzustellen. Anleger werden dabei genau verfolgen, welche Renditeerwartungen der Konzern an seine kommenden Modellgenerationen knüpft.
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