BMW Aktie: Zweimillionstes Elektroauto ausgeliefert
BMW liefert zwei Millionen Elektroautos aus und rüstet Werke sowie Modelle für die Neue Klasse und kommende Antriebe um.

Kurz zusammengefasst
- Zwei Millionen Elektroautos ausgeliefert
- Regensburger Werk für Batterien umgebaut
- Neue Technik ab Mitte September
- Deutsche Bank bestätigt Kaufempfehlung
Der Münchener Automobilhersteller BMW hat einen bedeutenden Meilenstein in seiner Elektrostrategie erreicht und bereitet derzeit intensiv den Rollout seiner nächsten Fahrzeuggeneration vor.
Mit der Auslieferung des zweimillionsten Elektroautos – eines BMW i5 an einen Kunden in Spanien – untermauert der Konzern seine Ambitionen im Bereich der batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV). Allein im zweiten Quartal 2026 verzeichnete das Unternehmen einen Absatz von mehr als 81.000 vollelektrischen Einheiten.
Umbau in Regensburg und neuer Technik-Rollout
Parallel zum Auslieferungserfolg hat BMW die Produktionskapazitäten angepasst. Im Werk Regensburg wurde nach einer dreiwöchigen Pause die Fertigung des X1 und X2 sowie deren Elektrovarianten wieder aufgenommen.
Während dieser Unterbrechung schloss das Unternehmen mehrere hundert Umbau- und Strukturprojekte ab. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Installation einer neuen Vormontage für Hochvoltbatterien, um den Standort auf die Anforderungen der sogenannten Neuen Klasse vorzubereiten.
Auch technologisch steht ein wichtiger Schritt bevor: Ab Mitte September sollen ausgewählte Modelle wie der iX3 und der i3 sowie der 7er und der X5 mit neuer Technik ausgestattet werden, die das Teilen von Daten und Videos für Assistenzsysteme ermöglicht. Diese Entwicklung markiert den Beginn der schrittweisen Einführung von Komponenten der Neuen Klasse in die bestehende Modellpalette.
Neue Motorendetails für den 3er und die i3-Limousine
Für das Kernmodell der Marke, den 3er BMW, zeichnen sich konkrete Details zur künftigen Antriebspalette ab. Für den voraussichtlichen Marktstart im Jahr 2028 plant das Unternehmen weiterhin ein breites Angebot, das neben Elektroantrieben auch Vier- und Sechszylinder-Verbrenner umfasst.
Als neues Topmodell außerhalb der M-Reihe gilt der M350 xDrive als gesetzt. Dieser soll von einem 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit 48-Volt-Mild-Hybrid-Technik angetrieben werden, der eine Leistung von 443 PS und ein Drehmoment von 580 Nm liefert.
Medienberichten zufolge könnte der M350 xDrive die einzige verbleibende Sechszylinder-Variante der Baureihe werden, da der M340d voraussichtlich ausläuft.
In der BMW Welt wurde am Donnerstag zudem die i3-Limousine in der M-Sport-Ausführung gezeigt. Die ersten Kundenauslieferungen dieses Modells in Europa sollen noch im Herbst beginnen.
Im Zuge dieser Modellpflege wird sich das Portfolio weiter straffen: Berichten zufolge wird das i4 Gran Coupé keinen direkten Nachfolger erhalten. Die Produktion der aktuellen Generation soll zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 auslaufen, woraufhin die i3-Limousine diese Rolle im Portfolio übernimmt.
Analysteneinschätzung und Marktlage
Die Analysten von Deutsche Bank Research bekräftigten am 2. September ihre Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Kursziel von 90 Euro. In ihrer Studie verwiesen sie auf den für Ende September geplanten Kapitalmarkttag. Dabei wurde die Möglichkeit thematisiert, dass BMW seine mittelfristigen Margenziele um zwei Jahre bis in die frühen 2030er Jahre verschieben könnte.
An der Börse spiegelte sich die operative Dynamik zuletzt nur bedingt wider. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 62,92 Euro, was einer Marktkapitalisierung von 37,53 Milliarden Euro entspricht.
Seit Jahresbeginn weist das Papier einen Rückgang von 33 % auf und notiert damit weiterhin deutlich unter dem Kursniveau vom Jahresanfang. Die kommenden Wochen mit dem anstehenden Kapitalmarkttag könnten für Anleger weitere Aufschlüsse über die langfristige Rentabilität der Elektro-Transformation liefern.
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