BMW: i7 mit 720 km Reichweite ab Juli

BMW stattet den i7 mit neuer Batteriegeneration aus. Die Reichweite steigt auf über 720 Kilometer, während der Absatz im ersten Quartal rückläufig ist.

Eduard Altmann ·
BMW Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Neue Rundzellen für den i7
  • Reichweite über 720 Kilometer
  • Ladeleistung steigt auf 250 kW
  • Absatzminus von knapp fünf Prozent

Technologischer Vorstoß in einem schwierigen Marktumfeld: BMW bringt die Batterietechnik der „Neuen Klasse“ erstmals in ein Bestandsmodell. Die Weltpremiere des überarbeiteten i7 in Peking markiert den Auftakt einer breiten Ausweitung der neuen Elektroarchitektur. Hinter der Modelloffensive steht allerdings handfester Druck, denn die jüngsten Absatzzahlen der Münchner weisen nach unten.

Neue Akkus für mehr Reichweite

Der Autobauer stattet seine elektrische Luxuslimousine mit der sechsten Generation seiner Rundzellen aus. Ein neuer Akku mit 112,5 Kilowattstunden Speicherkapazität steigert die Reichweite auf über 720 Kilometer nach WLTP-Standard. Im Vergleich zum bisherigen Modellbaukasten ist das ein deutlicher Sprung.

Parallel dazu schraubt BMW die Ladeleistung auf maximal 250 Kilowatt nach oben. Ein Ladevorgang auf 80 Prozent der Kapazität dauert künftig knapp eine halbe Stunde.

Skalierung als Strategie

Das Facelift des i7 dient als technologischer Türöffner. Bis Ende 2027 will der Konzern die Komponenten der Neuen Klasse in 40 weitere Modelle und Updates integrieren. Dabei setzt BMW auf einen modularen Ansatz. Der i7 kombiniert Bauteile der fünften Antriebsgeneration mit den neuen Batteriezellen, die er sich künftig mit Modellen wie dem iX3 teilt.

Gefertigt wird die Limousine im Werk Dingolfing, das als Leitwerk für die Oberklasse fungiert. Um den Alltagseinsatz zu erleichtern, vereinfacht der Hersteller obendrein den Bezahlvorgang. An öffentlichen Schnellladesäulen startet der Stromfluss nun direkt per hinterlegter Kreditkarte im Fahrzeug, eine separate Ladekarte entfällt.

Schwacher Jahresstart bremst Euphorie

Die technische Aufrüstung trifft auf ein raues Marktumfeld. Im ersten Quartal verbuchte BMW einen Absatzrückgang von knapp fünf Prozent auf rund 496.000 Fahrzeuge. Bereits das Vorjahr schloss der Konzern mit einem spürbaren Umsatzminus ab.

An der Börse spiegelt sich diese Zurückhaltung wider. Die BMW-Aktie notiert aktuell bei knapp 80 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn einen Verlust von rund 17 Prozent. Damit bewegt sich das Papier deutlich unter dem Hoch von gut 97 Euro, das im vergangenen Dezember erreicht wurde.

Die Bestellbücher für den elektrischen 7er öffnen Ende Mai, bevor die Produktion im Juli anläuft. Das Einstiegsmodell startet bei gut 121.000 Euro. Davor müssen sich Vorstand und Management allerdings den Aktionären stellen. Die Hauptversammlung der Münchner ist auf den 13. Mai terminiert, wo die Führungsebene ihre Margenziele für das laufende Jahr verteidigen muss.

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