BMW: SERES tritt IONCHI mit 33,3 Prozent bei
BMW und Mercedes holen Seres ins Joint Venture IONCHI. Der chinesische Autobauer erhält ein Drittel der Anteile und soll die Auslastung der Ladestationen steigern.

Kurz zusammengefasst
- Seres übernimmt Anteile an IONCHI
- Ausbau auf 1.000 Stationen bis 2026
- Aito-Kunden bringen mehr Auslastung
- BMW-Absatz in China sinkt um zehn Prozent
BMW und Mercedes-Benz öffnen ihr exklusives Ladenetzwerk in China. Der lokale Autobauer Seres steigt als dritter Partner bei IONCHI ein. Die deutschen Hersteller brauchen diesen Schritt dringend. Nur mit mehr Volumen rechnet sich der teure Infrastrukturaufbau im wichtigsten Einzelmarkt.
Ein Drittel für den neuen Partner
Bisher gehörte das Joint Venture den beiden deutschen Premiummarken zu gleichen Teilen. Jetzt ändert sich die Struktur. Seres übernimmt nach behördlicher Freigabe ein Drittel der Anteile. Damit halten BMW, Mercedes-Benz und der chinesische Konzern künftig jeweils 33,3 Prozent.
Die ursprünglichen Ziele waren ambitioniert. Bis Ende 2026 planten die Gründer ein Netz von 1.000 schnellen Ladestationen. Zuletzt waren aber erst rund 430 Standorte in Betrieb. Die Folge: Das Konsortium muss das Ausbautempo massiv erhöhen.
Mehr Auslastung durch lokales Volumen
Hier kommt Seres ins Spiel. Dessen Luxusmarke Aito erreichte inzwischen mehr als eine Million Kunden. Vergangenes Jahr war sie die meistverkaufte chinesische Premiummarke im Inland. Das bringt die nötige Auslastung für die Ladesäulen. Im Gegenzug werten die Stationen an städtischen Top-Standorten das Angebot für Aito-Fahrer auf.
Der chinesische Lade-Markt wächst derweil rasant. Bis Februar stieg die landesweite Zahl der Ladepunkte auf über 21 Millionen. Um in diesem Umfeld sichtbar zu bleiben, bündeln die europäischen Autobauer nun ihre Kräfte mit lokalen Playern.
BMW baut sein Ökosystem damit gezielt aus. Das ist ein wichtiger Hebel in einer schwierigen Phase. Im ersten Quartal sanken die weltweiten Auslieferungen auf rund 565.000 Fahrzeuge. In China brach der Absatz um glatte zehn Prozent ein.
Die Aktie spiegelt diese Schwäche wider. Am Freitag schloss das Papier bei exakt 80 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 16,6 Prozent. Damit notiert der Wert spürbar unter seiner 50-Tage-Linie.
Blick auf die Neue Klasse
Höhere Zölle belasten das operative Geschäft zusätzlich. BMW rechnet für das laufende Jahr mit einem Margenrückgang von 1,25 Prozentpunkten im Automobilsegment. Dennoch peilt der Konzern einen freien Cashflow von über 4,5 Milliarden Euro an.
Wie gut die Gegenmaßnahmen greifen, zeigt sich in Kürze. Am 6. Mai veröffentlicht BMW den vollständigen Quartalsbericht. Ein Lichtblick ist bereits klar: Die Auftragseingänge für Elektroautos stiegen um 40 Prozent. Treiber ist der neue BMW iX3 mit zehntausenden Vorbestellungen.
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