Boeing Aktie: 200 statt 500 Flugzeuge aus China
Boeing erhält Auftrag über 200 Flugzeuge aus China, bleibt damit aber deutlich unter den Markterwartungen. Die Aktie reagiert mit Kursverlusten.

Kurz zusammengefasst
- Auftragsvolumen bleibt hinter Prognosen zurück
- Aktie verliert über fünf Prozent
- Analysten uneins über fairen Wert
- Konzern investiert in US-Standort
200 Flugzeuge klingen nach einem Erfolg. Für Boeing-Anleger ist dieser Deal jedoch eine Enttäuschung. Die Hoffnungen auf eine massive Rückkehr in den chinesischen Markt waren deutlich größer.
China-Auftrag bleibt hinter Prognosen zurück
Boeing sicherte sich in Peking eine Zusage über 200 Maschinen und 450 Triebwerke von GE Aerospace. Es ist der erste große Auftrag aus der Volksrepublik seit fast einem Jahrzehnt. Marktbeobachter hatten allerdings mit einem Volumen von rund 500 Flugzeugen gerechnet.
Boeing-Chef Kelly Ortberg bewertet die Lage anders. Das primäre Ziel, den chinesischen Markt wieder zu öffnen, sei erreicht. Während des Staatsbesuchs in Peking gab es Signale für eine mögliche Erweiterung. Die Zusage könnte perspektivisch auf 750 Einheiten steigen.
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Kursrutsch und uneinige Analysten
Die Börse reagierte empfindlich auf das geringere Volumen. Die Aktie verlor auf Wochensicht 5,6 Prozent an Wert. Am Freitag schloss das Papier bei 189,80 Euro. Damit büßte der Titel allein an diesem Handelstag rund vier Prozent ein.
Analysten sind sich über die Bewertung uneinig. Optimistische Modelle beziffern den fairen Wert auf rund 310 Dollar. Vorsichtigere Schätzungen sehen den Titel dagegen eher bei 207 Dollar. Parallel dazu investiert der Konzern eine Milliarde Dollar in den Standort Wichita.
Geopolitische Spannungen belasten weiterhin die Stimmung. Der Fokus verschiebt sich nun auf die Stabilität der Lieferketten und den Schutz der Produktionskapazitäten. Das 52-Wochen-Hoch von 214 Euro bleibt vorerst außer Reichweite.
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