Boeing Aktie: Pentagon im Nacken

Das US-Verteidigungsministerium fordert von Boeing mehr Tempo und Kriegsbereitschaft. Gleichzeitig kämpft der Konzern mit Produktionsproblemen und erhält einen zivilen Großauftrag aus Vietnam.

Kurz zusammengefasst:
  • Pentagon fordert höhere Produktionsgeschwindigkeit
  • Executive Order priorisiert Lieferung über Rendite
  • Vietnam bestellt bis zu 40 Boeing 787
  • Spagat zwischen Rüstungs- und Zivilaufträgen

Boeing steht unter Druck. Während Verteidigungsminister Pete Hegseth bei seinem Besuch in St. Louis am Mittwoch zwar die Arbeit der 18.000 Mitarbeiter lobte, machte er unmissverständlich klar: Der Konzern muss schneller werden und auf „Kriegsbereitschaft“ umschalten. Die Botschaft kommt zu einer Zeit, in der Boeing ohnehin bereits mit massiven Produktionsproblemen kämpft.

Hegseth nutzte seine „Arsenal of Freedom“-Tour, um den Druck auf die gesamte US-Rüstungsindustrie zu erhöhen. Boeing, so der Minister, müsse wie alle anderen Zulieferer im Wettbewerb bestehen – und das bedeute auch „harte Wahrheiten“ für die Unternehmensführung. Der Besuch fiel zeitlich mit Boeings Ankündigung zusammen, die Zentrale der Defense, Space & Security-Sparte von Arlington zurück nach St. Louis zu verlegen.

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Executive Order als Damoklesschwert

Die Ansage hat Gewicht. Hegseth verwies explizit auf die von Präsident Trump am 7. Januar 2026 unterzeichnete Executive Order „Prioritizing the Warfighter in Defense Contracting“. Diese stellt Produktionsgeschwindigkeit und pünktliche Lieferung über Anlegerrenditen – und gibt dem Verteidigungsminister weitreichende Befugnisse. Bei mangelnder Performance kann er Aktienrückkäufe und Dividenden untersagen sowie die Vergütung von Führungskräften an die Leistung koppeln.

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Boeing gerät damit in eine Zwickmühle. Einerseits ist der Konzern auf gute Beziehungen zum Pentagon angewiesen, andererseits muss er die Erwartungen der Kapitalmärkte erfüllen. Die EA-18 Growler, ein elektronischer Kampfjet aus der St. Louis-Produktion, wurde zwar bei der Operation Absolute Resolve am 3. Januar als Erfolgsbeispiel genannt. Doch reicht das aus?

Vietnam-Deal als Lichtblick

Einen Hoffnungsschimmer liefert ein neuer Großauftrag: Die vietnamesische Fluggesellschaft Sun PhuQuoc Airways hat bis zu 40 Dreamliner vom Typ 787 bestellt. Boeing gab den Deal am Donnerstag bekannt, allerdings ohne Angaben zum finanziellen Volumen. Die Auslieferungen sollen in den kommenden Jahren erfolgen – ein Auftrag, der Boeing im zivilen Segment stärkt.

Doch während Vietnam zugreift, kämpft der Konzern weiterhin mit Produktionsengpässen und Lieferkettenproblemen. Die verschärften Anforderungen aus Washington könnten die Situation zusätzlich verkomplizieren. Anleger dürften genau beobachten, ob Boeing den Spagat zwischen Pentagon-Forderungen und kommerziellen Verpflichtungen schafft.

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